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Bedarf auch in Penzberg: Für Kinderbetreuung braucht es Platz.

Vorschlag für „Spatzennest“-Anbau

Platz für vierte Gruppe

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Das hörte sich für Penzbergs Bauausschuss gut an: Der Kindergarten-Anbau an die „Spatzennest“-Krippe könnte so erfolgen, dass sogar Platz für eine vierte Gruppe wäre.

Penzberg – Eine überraschende Wende hat die Debatte um den geplanten Kindergarten-Anbau der „Spatzennest“-Krippe am Daserweg genommen. Dort soll jetzt so gebaut werden, dass theoretisch noch für eine weitere Gruppe Platz wäre. Platz, der zwar zunächst nicht für eine vierte Kindergartengruppe genutzt wird, aber im Notfall dafür bereitstehen soll. Das ergab sich in der jüngsten Bauauschusssitzung.

Im vergangenen Januar war der vorgelegte Entwurf für den Anbau an den Planer zur Überarbeitung zurückgegangen. Moniert wurde damals vor allem, dass die als Maximum festgelegten Kosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro um 200 000 Euro überschritten wurden. Dies spielte jetzt offenbar keine Rolle mehr, ebensowenig, dass im Januar die Gruppenräume gegenüber dem ursprünglichen Entwurf auf jeweils 50 Quadratmeter vergrößert worden waren.

Am Tag der Februarsitzung hatte sich der Bauausschuss zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit beim „Spatzennest“ am Daserweg getroffen, um sich das pädagogische Konzept, die Räumlichkeiten und den Bedarf anzusehen. In der Sitzung selbst wurde dann im Rathaus öffentlich diskutiert. Hardi Lenk (SPD) schilderte dort das Ergebnis: Die ursprünglich geplante Dachterrasse soll mit einem „einhüftigen Satteldach“ geschlossen werden, praktisch ein asymmetrisches Satteldach, das auf einer Seite kürzer ist. Auf dieser Seite könnten große Scheiben für die natürliche Belichtung dienen. „Statt einer Dachterrasse hätten wir für später eine Erweiterungsmöglichkeit, selbst wenn man den Raum zunächst als Rohbau lässt“, erklärte Lenk. Lob kam für dessen Vorschlag von Dr. Johannes Bauer (Grüne). „Damit hätten wir Räume, die wir zwar im Moment nicht brauchen, aber für einen späteren Bedarf vorhalten“, sagte er. Und das auch noch auf eine preislich günstige Art. Bauer räumte ein, dass dies dennoch teurer käme als das festgelegte Kostenmaximum, „aber wir haben auch einen Mehrwert“. Dieser Vorschlag sei der beste, weil natürliches Licht einfalle und auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zulasse, sagte André Anderl (CSU). Als wirtschaftlichsten und sinnvollsten Vorschlag bezeichnete die Idee auch Manfred Reitmeier (BfP).

„Vielleicht brauchen wir den Gruppenraum sogar bereits, wenn der Bau fertig ist“, sagte Anderl. Für nicht unwahrscheinlich hält dies offenbar Bürgermeisterin Elke Zehetner. Sie verwies auf die Container-Gruppen im benachbarten städtischen Kindergarten. Jedenfalls sei es zusammen mit dem St.-Franziskus-Kindergarten bei der Christkönigskirche, der 2018 fertiggestellt sein soll, „ein Lichtblick für die Betreuungslandschaft“. Wichtig sei dies, so Zehetner, weil Firmen, die sich in Penzberg ansiedeln wollen, immer nach den Betreuungsangeboten fragen.

Unabhängig von dem zusätzlichen Raum entsteht im „Spatzenest“-Anbau Platz für drei Kindergartengruppen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2018 vorgesehen.

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