SPD-Neujahrsempfang in der Penzberger Stadthalle.

SPD-Chef kritisiert: „Kaum Wohnungen zum Mieten“

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Penzberg ist ein teures Pflaster. Eine bezahlbare Mietwohnung zu bekommen, ist schwer. Der Penzberger SPD-Chef Bayram Yerli sieht in der Lösung des Problems „eine der größten Aufgaben der Stadtpolitik“.

Penzberg - Traditionell hatte die Penzberger SPD für Heiligdreikönig zum Neujahrsempfang eingeladen – erstmals nach vier Jahren wieder in die frisch renovierte Stadthalle. Eine Premiere war es für Bayram Yerli. Der 46-Jährige, der im Juli zum SPD-Vorsitzenden in Penzberg gewählt worden war, hielt seine erste Neujahrsansprache.

Um die örtliche Politik ging es in einer Gesprächsrunde. Eines der Stichworte, die Moderator Stefan König lieferte, war der Druck, der auf dem Penzberger Wohnungsmarkt lastet. Bayram Yerli erklärte, dass die Lösung des Wohnungsproblems „eine der größten Aufgaben der Stadtpolitik“ sei. Selbst wenn man genug Geld habe, „es gibt kaum Wohnungen zum Mieten“, kritisierte er. Dies betrifft gerade jene Menschen, die kein Anrecht auf eine Sozialwohnung haben. „Es muss Familien möglich sein, sich eine Wohnung leisten zu können und dann auch noch genug zum Leben zu haben“, sagte er. Ein Umstand, der laut SPD-Fraktionschef Adrian Leinweber im gesamten Stadtrat erkannt wird. Er verwies in dem Zusammenhang auf die Gustavstraße, wo neue Sozialwohnungen entstehen, sowie auf die Birkenstraße, wo auch „bezahlbare Mietwohnungen für Penzberger“ geplant sind.

Geben soll es in dem neuen Viertel an der Birkenstraße nach dem Willen des Stadtrats auch bezahlbare Eigentumswohnungen. SPD-Stadtratsmitglied Thomas Keller sagte, dass elf der 28 Häuser, die verkauft werden sollen, für ein Einheimischen-Modell reserviert würden. Bis März soll der Kriterienkatalog stehen, nach dem Wohnungen an Ortsansässige vergeben werden. Aus seiner Sicht, so Keller, sollte bei der Vergabe auch gewertet werden, ob sich ein Bewerber ehrenamtlich engagiert. Bürgermeisterin Elke Zehetner nannte zudem die „soziale Bodennutzung“ (SoBon) als Instrument, um sozialen Wohnraum zu schaffen. Seit vergangenem Sommer gelten die SoBon-Regeln in Penzberg: Bauherren müssen ab einer bestimmten Baugröße einen Teil des Wohnraums an die Stadt abtreten, die ihn dann selbst günstiger abgeben kann. Dafür, so die Rathaus-Chefin, „brauchen wir mutige Bauträger, die grüne Wiesen haben“.

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