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Wellenbad in Penzberg

SPD weist Kritik an Hallenbad-Plänen zurück

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Penzberg - Die SPD in Penzberg hat bei ihrem Neujahrsempfang die jüngste Kritik am Abriss des Wellenbads für den geplanten Hallenbad-Neubau zurückgewiesen.

Die SPD hat die jüngste Kritik am Abriss des Wellenbads für den geplanten Hallenbad-Neubau zurückgewiesen. Es sei „definitiv falsch“, dass man nicht darüber nachgedacht habe, ob eine Sanierung sinnvoller sei, sagte SPD-Chef Markus Kleinen. Beim gestrigen Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins ging es auch um das AWO-Seniorenzentrum und die Stadthalle, die am 1. Mai wiedereröffnet werden soll. Die Stichworte dazu lieferte Alexandra Link-Lichius in einer Art Talkrunde.

Bei dem Empfang am Freitag nutzten Kreisvorsitzender Dominik Hey und Bundestagskandidat Enrico Corongiu die Chance, sich vorzustellen. Sie appellierten, politische Auseinandersetzungen konstruktiv und mit Respekt zu führen. Laut SPD-Chef Kleinen ist der „postfaktische Wahnsinn“ aber auch in Penzberg angekommen: „Man muss eine Sache nur oft genug wiederholen, und die Leute glauben es.“ Sein Groll richtete sich auf Vorwürfe, dass Stadt- und Verwaltungsräte beim Wellenbad „weltfremd“, „unqualifiziert“ und „ahnungslos“ entschieden hätten.

Man habe sich sehr genau Gedanken gemacht und festgestellt, dass der Sanierungsbedarf zu groß sei, sagte Kleinen. Er liege bei fast 19 Millionen Euro. Was den Neubau – er soll zwölf Millionen Kosten – angeht, habe man überlegt, ihn an anderer Stelle im Stadtgebiet zu errichten, erklärte er. Die derzeitige Lage mit den Schulen in der Nähe und den Parkplätzen vor Ort ist ihm zufolge aber ideal. Was ein Bad in der Layritzhalle betrifft, sei von Nutzungen abgeraten worden, die eine Klimatisierung benötigen. Eine „Haus im Haus“-Lösung sei zwar möglich, „aber dann ist der Charme der Halle weg“, sagte Kleinen. Er wies zudem die Worte von Schwimmvereinschef Wolfgang Kling zurück, man habe sich für Abriss und Neubau entschieden, um einen bundesweiten Planer-Wettbewerb 2013/14 zu rechtfertigen. „Das ist gelogen“, sagte der SPD-Chef. Es habe diesen Wettbewerb nicht gegeben.

Zuvor hatte Bürgermeisterin Elke Zehetner hervorgehoben, dass sich Stadtrat und Verwaltungsrat der Stadtwerke gegen eine ersatzlose Schließung des Wellenbads entschieden haben. Adrian Leinweber erklärte zudem, dass die SPD die einzige Fraktion im Verwaltungsrat gewesen sei, die sich für einen Wellenbetrieb im neuen Hallenbad ausgesprochen habe.

(mehr in der Wochenend-Ausgabe von Penzberger Merkur und Weilheimer Tagblatt)

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