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Städtischer Spielplatz an der Gustavstraße. Dort befreien gerade Bauhofmitarbeiter den Sand vom Laub.

Spielplätze sollen attraktiver werden

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Die städtischen Spielplätze in Penzberg sollen auf Vordermann gebracht werden. Das hat der Bauausschuss beschlossen.

Penzberg - Große Anziehungskraft üben die Spielplätze in Sindelsdorf, Bichl und Benediktbeuern aus – nicht nur auf Kinder, sondern auch auf den Penzberger Bauausschuss. Er stattete ihnen diese Woche einen Besuch ab. Der Hintergrund der Tour, die auch zu Penzberger Spielplätzen führte, war die Frage: Soll sich die Stadt Penzberg auf einige große städtische Kinderspielplätze konzentrieren oder es bei einer Vielzahl belassen?

„Alle haben sich für eine Vielzahl ausgesprochen“, resümierte Bürgermeisterin Elke Zehetner am Dienstagabend in einer öffentlichen Bauausschusssitzung. „Damit Eltern mit ihren Kindern auch zu Fuß hingehen können.“ Zugleich empfahl der Bauausschuss, im nächsten Finanzhaushalt 2018 ein Budget zu reservieren, um die Spielplätze attraktiver zu machen. Berücksichtigt werden sollte dabei ein naturnaher Ausbau mit Holz statt Kunststoff und Stahl, schlug Stadtbaumeister Justus Klement vor. Zudem soll der etwas abseits gelegene und größere der zwei Spielplätze in der Kurfürst-Max-Siedlung aufgelöst werden. „Nach unserer Erfahrung wird er kaum frequentiert“, so Klement.

Thema war in der Sitzung auch der häufig geäußerte Wunsch nach Bolzplätzen zum Fußballspielen. Einen gibt es am Westend. Erfreulich sei, so der Stadtbaumeister, dass mittlerweile eine ideale Fläche bei den Kunstrasenplätzen im Müllerholz gefunden worden sei. Dieser neue Bolzplatz nahe dem Nonnenwaldstadion steht allen Jugendlichen offen.

Anlass für die Spielplatz-Tour des Ausschusses war ein Antrag der BfP-Fraktion (wir berichteten). Sie hatten darin geklagt, dass die Penzberger Kinderspielplätze „unattraktiv und stiefmütterlich ausgestattet“ seien, und Sindelsdorf und Benediktbeuern als Vorbilder genannt. Klement erklärte nun, dass die Stadt selbst – ohne den neuen Bolzplatz – 14 Spielplätze vorhalte. Der größte befindet sich an der Gustavstraße. Dort, so Klement, sollten Sitzmöglichkeiten für Eltern aufgestellt werden. In Bichl und Benediktbeuern gebe es dafür sehr schöne Beispiele, sagte er. Auch eine Seilbahn würde ihm zufolge dorthin passen. Dringend eine Auffrischung benötige zudem der „relativ große, aber dünn bestückte Spielplatz“ an der Angerklosterstraße.

„Wir freuen uns, dass unser Antrag auf so fruchtbaren Boden gefallen ist“, sagte Manfred Reitmeier (BfP). Verärgert war jedoch Markus Kleinen (SPD) – über Formulierungen im BfP-Antrag. „Auf welchen Lorbeeren der Familienfreundlichkeit möchte man sich ausruhen“, hieß es darin provokativ, gerichtet an die Adresse der Stadt. „Es ist gut, dass wir etwas bewegen“, sagte Kleinen, „Ich bitte aber darum, Anträge sachlich zu stellen.“

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