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Eine Generalsanierung steht in der Halle am Josef-Boos-Platz bevor. Die Frage ist: Wie lange dauert sie?

Sporthalle-Sanierung soll schneller gehen: Planer tüfteln am Zeitplan

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Aufwändig wird die Sanierung der Turnhalle am Josef-Boos-Platz. Das Penzberger Stadtbauamt legte nun eine lange Liste vor, die von der Betonsanierung bis zum kompletten Innenausbau reicht. Momentan tüfteln die Planer am Zeitplan – damit es mit der Fertigstellung schneller geht als bis Herbst 2021.

Penzberg – Bei der seit Juni 2015 geschlossenen Penzberger Sporthalle am Josef-Boos-Platz geht es nicht um Reparaturen. Es ist eine Generalsanierung, die dort bevorsteht. Das geht aus einer langen Liste hervor, die das Stadtbauamt nun vorlegte. Zugleich bestätigte das Bauamt, dass der Kostenrahmen bei 5,6 Millionen Euro liegt – ein Betrag, der bereits vor einigen Monaten als Schätzung genannt worden war. Das Rathaus erhofft sich, dass rund 1,4 Millionen Euro an staatlichem Fördergeld fließen.

Was zuletzt für Kritik sorgte, war die lange Dauer der Sanierung. Wie berichtet, hatte es Anfang Oktober im Bauausschuss geheißen, die Sanierung könne nach Ausschreibung und Auftragsvergabe im Herbst 2019 beginnen und dauere etwa zwei Jahre. Das heißt: Fertigstellung im Herbst 2021. Die Halle wäre dann sechs Jahre lang geschlossen gewesen.

„Es muss jetzt wirklich zackig gehen, sechs Jahre sind nicht hinzunehmen“, wiederholte Regina Bartusch (SPD) die Kritik in der jüngsten Stadtratssitzung. Bürgermeisterin Elke Zehetner erklärte dazu, dass die Planer sich momentan mit der Frage beschäftigen, ob und wo sich Zeit einsparen lässt. Mitte November soll ihr zufolge das Ergebnis vorliegen. Schneller als bis Frühjahr 2021 wird es mit der Fertigstellung aber nicht gehen, sagte Zehetner auf Nachfrage unserer Zeitung.

Denn die Sanierung wird umfangreich. Das Stadtbauamt legte dazu eine Liste vor, die der Stadtrat zum größten Teil absegnete. Darin geht es zum Beispiel um eine Sanierung der undichten Beton-Bodenplatte in der Sporthalle und um eine statische Ertüchtigung des Dachtragwerks. Ebenso benötigt die Turnhalle eine neue Elektroverkabelung, eine neue Brandmeldeanlage, neue Lüftungsgeräte, einen neuen Heizkessel und neue Sanitäranlagen. Komplett erneuert werden ebenso Sportboden, Wände und Decke. Nötig ist auch ein zusätzlicher Fluchtweg. Ebenso muss an den Außenanlagen gearbeitet werden. Insgesamt umfasst die Liste mehr als 50 Einzelpositionen.

Mit allem war der Stadtrat in seiner Sitzung allerdings nicht einverstanden. So lehnte er zum Beispiel – nach Rückfrage bei den Sportvereinen– eine ausziehbare Tribüne ab. Man brauche nicht drei Hallen mit einer großen Ausziehtribüne, sagte Thomas Keller (SPD). Ebenso riet er davon ab, den Betonboden auch im Bereich der Vereinsräume von Keglern und Schützen zu sanieren. Denn sie hätten während einer Sanierung keine Räume mehr, auch das Inventar würden sie verlieren. Rodja Maier vom Stadtbauamt empfahl dagegen, die Betonplatte dort zu untersuchen, weil Feuchtigkeit mittlerweile schon im Bereich der Umkleiden entdeckt worden sei.

Am Ende entschied der Stadtrat, die Vereinsräume von Keglern und Schützen auf deren Wunsch nicht anzutasten. Auch für die Ausziehtribüne gab es ein einstimmiges Nein. Ebenso wird auf eine neue LED-Hallenbeleuchtung verzichtet. Was aber laut Beschluss des Stadtrats hinzukommt, ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, die Anschaffung neuer Sportgeräte sowie eine Kletterwand. Die Kosten sind nicht in den 5,6 Millionen Euro einkalkuliert. Andererseits, so hieß es, spare man sich die Ausziehtribüne.

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