Telefon statt Vortragssaal: Florian Brändle setzt die „Sprechstunde“-Reihe der Penzberger Klinik fort.
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Telefon statt Vortragssaal: Florian Brändle setzt die „Sprechstunde“-Reihe der Penzberger Klinik fort.

Vortragsreihe

Nach einem Jahr Corona-Pause: Penzberger Klinik geht mit „Sprechstunde“ neuen Weg

  • vonWolfgang Schörner
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Seit 14 Jahren gibt es die „Penzberger Sprechstunde“ am Krankenhaus. Seit über einem Jahr jedoch muss die beliebte Vortragsreihe, die manchmal bis zu 200 Besucher zählte, wegen der Pandemie pausieren. Jetzt will die Penzberger Klinik die Sprechstunden fortsetzen – coronakonform am Telefon. Testlauf ist Anfang Mai.

Penzberg – „Ich gehe davon aus, dass die Penzberger Sprechstunde heuer nicht mehr stattfinden kann“, sagt ärztlicher Direktor Florian Brändle. „Wir wollen die Menschen aber trotzdem über medizinische Themen informieren.“ Auch neue Ärzte wolle man vorstellen, zum Beispiel Florian Wolf, seit Anfang Januar Oberarzt in der Unfallchirurgie. Die Penzberger Klinik will deshalb die beliebte „Penzberger Sprechstunde“ coronakonform fortsetzen, als monatliche Telefonsprechstunde mit jeweils einem Experten, der am Telefon etwa eine Stunde lang Fragen der Anrufer beantwortet. Ob es funktioniert, wird sich zeigen.

„Sprechstunde“ per Telefon: Premiere ist Anfang Mai

Die Premiere – und quasi den Testlauf – übernimmt Brändle selbst. Er will am Mittwoch, 5. Mai, ab 17 Uhr über das Krankenhaus in der Corona-Pandemie sprechen. Details will er noch bekannt geben. Bei der zweiten Experten-Sprechstunde soll sich dann der neue Oberarzt Florian Wolf vorstellen und über das Thema „Muss es immer gleich ein künstliches Gelenk sein?“ sprechen. Für die dritte Sprechstunde ist geplant, dass der Diabetologe Nicolai Gappa von der Inneren Abteilung über den diabetischen Fuß informiert.

Vortragsreihe war äußerst beliebt: Bis zu 200 Zuhörer

Brändle selbst hatte, kurz nachdem er ans Krankenhaus gekommen war, die Vortragsreihe eingeführt. Die Premiere fand am 27. Juni 2007 statt und drehte sich um Darmkrebs. Seither gab es mehr als 100 Vorträge. Je nach Thema kamen laut Brändle zwischen 50 und 200 Besucher. Viele Zuhörer waren es zum Beispiel, wenn es um Darmkrebs, Wirbelsäulenbeschwerden oder Patientenverfügung ging. Noch mehr Besucher kamen zu Veranstaltungen mit Roche. „Es hat sich gezeigt, dass die Menschen ein großes Interesse daran haben“, so Brändle. „Und wir wollen, dass sie das Krankenhaus kennenlernen, ohne gleich Patient zu sein.“

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