+
Auf dem Gelände sind auch große Mehrfamilienhäuser vorgesehen.

Bauausschuss

Penzbergs neues Quartier: 179 Wohnungen auf vier Geschossen

  • schließen

In Penzberg sollen 179 neue Wohnungen in Mehrfamilienblöcken entstehen. Diese sind im Viertel an der Birkenstraße geplant. Der Bauausschuss entschloss sich zur größten  Variante.

Penzberg – Drei mögliche Varianten für die geplanten Mehrfamilienhäuser im östlichen Teil des Neubaugebiets hatte Architektin Gabriele Bruckmayer von Münchner Büro „H2M“ in der jüngsten Bauausschusssitzung vorgestellt. 

Durchgängig vier Geschosse

Die Wahl des Ausschusses fiel auf die größte Variante: auf durchgehend viergeschossige Mehrspänner. Dies sei eine sehr wirtschaftliche Lösung, weil wenig Verkehrsfläche benötigt werde und viel Wohnraum entstehe, erklärte Architektin Bruckmayer. 

Platz für 179 Wohnungen

Auf diese Weise wäre ihr zufolge Platz für 179 Wohnungen unterschiedlicher Größe. Demnach können in den Mehrfamilienhäusern 82 Zweizimmerwohnungen, 81 Dreizimmerwohnungen und 16 Vierzimmerwohnungen entstehen, was in etwa dem vorgegebenen Wohnungsschlüssel entspricht. Dabei handelt es sich um sozial geförderte Mietwohnungen.

Alternative mit weniger Wohnungen

Als Alternative hatte die Architektin dem Ausschuss aber auch eine kleinere Variante für den Geschosswohnungsbau vorgelegt, bei der ein Teil der Häuser nur drei Stockwerke hat. „Wir hatten uns die Frage gestellt, ob es durchgängig viergeschossig sein muss“, erklärte sie. Eine Staffelung, warb sie, würde ihr zufolge einer Monotonie entgegenwirken und „den Häusern einen unterschiedlichen Charakter geben“, auch wenn weniger Wohnraum entstünde. Nach ihrer Berechnung wären es dann 153 Wohnungen, also 26 weniger als bei durchgängig vier Geschossen. „Wir wollten diesen Vorschlag einfach nur ins Rennen werfen“, sagte Gabriele Bruckmayer.

Bauausschuss für größere Variante

Der Bauausschuss votierte jedoch einstimmig für die größere Variante mit vier Geschossen und 179 Wohnungen. Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD) erinnerte daran, dass es im Vorfeld bereits viele Diskussionen gegeben und sich der Stadtrat auf vier Geschosse verständigt habe. „Jede Wohnung weniger tut uns weh“, sagte Ludwig Schmuck (CSU). In Penzberg sei schon vor 50 Jahren viergeschossig und mehr gebaut worden, weil man Wohnungen brauchte. 

Bedarf an Wohnungen

„Jetzt brauchen wir die Wohnungen noch mehr“, sagte Schmuck. Die Wirtschaftlichkeit spreche für vier Geschosse, pflichtete Thomas Keller (SPD) bei. Man habe das auch schon in „epischer Breite diskutiert“. Sicher sei er sich, sagte er zum Monotonie-Einwand, dass die Architektin dies über die Hausfassaden-Gestaltung in den Griff bekommt.

Laubengänge vom Tisch

Eine dritte Variante der Architektin viel damit ebenfalls durch. Auch bei diesem Modell ging es um viergeschossige Mehrfamilienhäuser, deren Wohnungen allerdings – zusätzlich zu Treppenhäusern – über Laubengänge erschlossen worden wären. In diesem Fall hätten nur 144 Wohnungen Platz gehabt.

Kostenschätzung Ende November

Gabriele Bruckmayer erklärte in der Sitzung auch, dass wegen des abschüssigen Geländes jeder Mehrspänner eine eigene Tiefgarage mit eigenen Ein- und Ausfahrten benötigt. Projektsteuerer Jochen Weber von „Hitzler Ingenieure“ aus München kündigte an, dass man bis Ende November den Vorentwurf – basierend auf der Ausschuss-Entscheidung – abschließen könne. Auch eine Kostenschätzung soll dann vorliegen, ebenso ein Terminplan für die Baumaßnahme.

3,6 Hektar großes Areal

Neben den Mehrfamilienhäusern entstehen in dem 3,6 Hektar großen Gebiet an der Ecke von Birkenstraße und Wölflstraße noch weitere Gebäude. Im westlichen Teil weist der Bebauungsplan fünf Einfamilienhäuser sowie Doppelhäuser mit acht Wohnungen aus. 

Auch Einheimischenmodell

Außerdem entstehen Häuser mit elf Wohnungen im Einheimischen-Modell. Insgesamt summiert sich damit die Zahl der neuen Wohnungen in dem Neubauviertel auf 203. Der Stadtrat beschloss vor kurzem den Bebauungsplan als Satzung. Derzeit laufen auf der früheren Waldfläche – die Bäume wurden im Januar 2017 gefällt – Erschließungsarbeiten.

Lesen Sie auch: Wohnbau-Projekte: Wie stark soll Penzberg wachsen?.

Ebenfalls interessant: Grundstückspreise im Landkreis Weilheim-Schongau haben sich seit 2014 verdoppelt.

Zum Thema:  Startschuss gefallen - wie in Penzberg ein neues Wohnviertel entsteht.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ohne Wahlprogramm ins Rennen
Ohne Bürgermeisterkandidat, ohne Wahlprogramm und ohne parteipolitische Orientierung, einfach nur mit Namen. So wird die „Bürgerliste Bernried“ bei der Kommunalwahl 2020 …
Ohne Wahlprogramm ins Rennen
Nach Streit: Mann stößt Bekannte vor Auto - Fahrerin reagiert geistesgegenwärtig
Ein 31-jähriger Rottenbucher soll am Montag gegen 19 Uhr eine ihm bekannte Weilheimerin vor ein fahrendes Auto gestoßen haben. Die Fahrerin reagierte geistesgegenwärtig.
Nach Streit: Mann stößt Bekannte vor Auto - Fahrerin reagiert geistesgegenwärtig
Peißenberg: Ringen um das Eisstadion
Die Gemeinde soll beim Peißenberger Eisstadion noch einmal draufsatteln – für den Neubau der Umkleidekabinen. Hinter verschlossenen Türen wird bereits eifrig diskutiert.
Peißenberg: Ringen um das Eisstadion
Kommunalwahl 2020: CSU Iffeldorf: Goldhofer führt Liste an
Der CSU-Ortsverband Iffeldorf geht bei der Kommunalwahl mit 14 Kandidaten ins Rennen um die Sitze im Gemeinderat. Einen Bürgermeisterkandidaten für die Nachfolge des …
Kommunalwahl 2020: CSU Iffeldorf: Goldhofer führt Liste an

Kommentare