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Ein Parkhaus soll an der Birkenstraße entstehen, hier ein Beispiel aus Bad Tölz.

Parkhaus für Badegäste: Wo soll es stehen?

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Die Stadt Penzberg will nahe dem geplanten neuen Hallenbad, das anstelle des Wellenbads entstehen soll, ein Parkhaus bauen. Die Frage ist nur: Wo?

Penzberg - Über zwei Varianten wurden jetzt im Stadtrat gesprochen: ein Parkhaus entweder auf dem Areal der neuen Kinderkrippe oder auf dem Gelände des Jugendtreffs „Chillout“. Ein Ergebnis gab es nicht. Das Parkhaus ist Teil eines Bebauungsplans, der für den Bau eines Hallenbads nötig ist. Diesen Bebauungsplan schickte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gegen die Stimme von Wolfgang Sacher (BfP) in das Verfahren.

Ein Parkhaus soll laut Stadtbauamt für die Gäste des Hallenbads, der Sauna und der zwei Sporthallen entstehen. Der Vorschlag ist nicht neu. Bereits im Januar 2014 hatte die Grünen-Fraktion beantragt, sich darüber Gedanken zu machen. Damals ging es noch um den Parkplatz-Verlust durch den Bau der neuen Landkreis-Turnhalle. Mittlerweile hat sich die Situation verschärft, weil seit Sommer auf dem hinteren Parkplatz die neue Kinderkrippe steht.

Für einen Parkhaus-Standort nannte Stadtbaumeister Justus Klement in der Sitzung zwei Varianten: auf der Fläche der Kinderkrippe oder auf dem Areal des „Chillout“. Zugleich bat er darum, bereits jetzt eine Entscheidung zu treffen. Dem Wunsch schloss sich Stadtwerke-Chef Josef Vilgertshofer an, um eine Grundlage für die Planung der Hallenbad-Eingangssituation zu haben – also ob mit oder ohne Parkhaus am Eingang geplant werden soll.

Zum Standort gab es im Stadtrat unterschiedliche Ansichten. Als unrealistisch bezeichnete Bürgermeisterin Elke Zehetner den Gedanken, dass die provisorische Kinderkrippe im nächsten Jahr wieder wegkommt – und somit Platz für ein Parkhaus wäre. Die andere Variante wäre das Areal, auf dem sich das „Chillout“ und der provisorische Hallenbad-Parkplatz befinden. In diesem Fall, sagte Michael Kühberger (Freie Fraktion), sollte auch die Einmündung von der Seeshaupter Straße in die Birkenstraße überplant werden. Was laut Bürgermeisterin Zehetner geschieht: Dort ist ihr zufolge ein Kreisverkehr vorgesehen. Gegen ein Parkhaus auf dem „Chillout“-Areal sprach sich Markus Kleinen (SPD) aus, „weil es direkt vor dem Hallenbad“ aufragen würde. Es plädierte dafür, einen Platz vor dem Hallenbad zu schaffen, der „es wert ist“. Gar keine Notwendigkeit für ein Parkhaus sah indes Manfred Reitmeier (BfP).

Am Ende schickte eine Stadtratsmehrheit den Bebauungsplan für ein „Sondergebiet Freizeit- und Sportanlagen Birkenstraße“ auf die Reise ins Verfahren – allerdings ohne Aussage zu einem Parkhaus-Standort.

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