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Der Saal der Penzberger Stadthalle in dieser Woche.

Stadthalle: Bald auf und wieder zu

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Wann eröffnet die runderneuerte Stadthalle? Die Penzberger müssen sich noch gedulden - es dauert noch ein wenig.

Noch gedulden müssen sich die Penzberger, bis sie einen Blick in die runderneuerte Stadthalle werfen dürfen. Zum Maibaum-Fest am Montag, 1. Mai, wird es wohl nichts werden. Außer es ist schlechtes Wetter: Dann sollen Tische und Bänke im großen Saal aufgestellt werden.

Die offizielle Einweihung der Stadthalle plant die Stadt für Samstag, 6. Mai. An diesem Tag soll die Stadthalle von 15 bis 18 Uhr zur Besichtigung geöffnet sein: Ab 15, 16 und 17 Uhr gibt es Führungen. Das teilte Bürgermeisterin Elke Zehetner mit. Am Vormittag findet ein Festakt für rund 350 geladene Gäste aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik statt.

Richtig geöffnet ist die Stadthalle ab dann aber auch nicht. Wegen des kurzfristigen Wirte-Wechsels dauert es noch, bis die Gaststätte ihren Betrieb aufnimmt und Veranstaltungen im Saal stattfinden. Der künftige Wirt Rudolf Schall wird voraussichtlich Anfang Juni den Start mit einem eigenen Eröffnungsfest feiern. Und wird die Stadthalle, wie geplant, tatsächlich bis Anfang Mai fertig? Da ist sich Stadtbaumeister Justus Klement sicher. Ihm zufolge laufen derzeit die Restarbeiten: Im Saal muss der Boden noch von der Schutzabdeckung befreit werden, die Möbel ausgepackt, der Außenbereich fertiggestellt, die elektronische Einrichtung programmiert, die Funktionsprüfungen vorgenommen und alles sauber gemacht werden. Dies soll bis spätestens 6. Mai geschehen sein. Drei Jahre nach Baubeginn würde dann die Stadthalle in neuem Glanz erstrahlen. Nach aktuellem Stand kosten Umbau und Erweiterung laut Klement 9,938 Millionen Euro brutto. An Fördergeld erwartet die Stadt zirka zwei Millionen Euro

Dem künftigen Wirt Rudolf Schall gefällt die Stadthalle. Sie habe Charme, sagt er. Allerdings wird es noch dauern, bis er dort Gäste bewirtet. Die Zeit ist zu kurz, um alles auf die Beine zu stellen. Vor allem Personal muss Rudolf Schall noch engagieren. Bis Ende Mai will er sein Team beisammen haben und Anfang Juni mit einem Fest starten.

Für die Verzögerung trägt der gebürtige Münchner keine Schuld. Der Grund ist der kurzfristige Wirte-Wechsel, den die Stadt Penzberg Anfang April vollzogen hat. Damals entschied sich eine Stadtratsmehrheit gegen Johann Heinritzi, der ursprünglich mit Benjamin Fröhlich die Bewirtung übernehmen sollte, und für Rudolf Schall. Er habe sich damals 24 Stunden Bedenkzeit erbeten und sich dann gedacht „Wieso nicht“, erzählt Schall. Die Stadthalle sei das, was er suche. Gut in Erinnerung hat er die Gespräche mit der Stadt, als er sich im Dezember um die Bewirtung (damals erfolglos) bewarb.

Andererseits gibt er zu, es sei keine glückliche Situation, dass die Stadthalle nach der Einweihung am 6. Mai erst einmal wieder schließe. Aber er will, dass alles von Anfang an klappt – und dafür braucht es eben Vorbereitung. Rudolf Schall bringt gut 25 Jahre Erfahrung als Wirt mit. Von 1994 bis 2002 führte er das Café Neuhausen in München. Später betrieb er das Undosa und den Tutzinger Hof in Starnberg sowie die Sankt Emmeransmühle in München. Aktuell betreibt Rudolf Schall „The Hamptons“ in München. In Penzberg will Schall regionale bayerische Küche anbieten. Als Brauerei bringt er Hacker-Pschorr mit. Auch eine Kabarettbühne könnte er sich vorstellen.

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