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Prost auf die Stadthalle: (v.l.) Brauerei-Gebietsverkaufsleiter Johann Marx, Bürgermeisterin Elke Zehetner und der neue Wirt Johann Heinritzi – sein Kompagnon Benjamin Fröhlich fehlte gestern aus Term ingründen.

Stadtrat hat entschieden

Stadthalle: Penzberg hat ein Wirte-Duo

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Penzberg - Die Suche ist abgeschlossen: Die Stadt Penzberg hat einen Wirt für ihre Stadthalle. Es ist gleich ein Duo.

Die Stadt Penzberg hat endlich einen Wirt für ihre Stadthalle gefunden. Es sind sogar zwei: Johann Heinritzi (31) und Benjamin Fröhlich (38) sind die Pächter. Dazu kommt die in Fürstenfeldbruck sitzende „König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg“ als Bierlieferant. Der Stadtrat entschied sich am Dienstag für das Wirte-Duo.

Damit enden acht Monate Hängepartie. „Dem Spott zum Trotz: Wir haben einen Wirt“, sagte Zehetner gestern bei der Vorstellung der Pächter. Wie berichtet, hatte sich die „Hacker“-Brauerei im April von der Vereinbarung mit der Stadt verabschiedet, angeblich war der ausgesuchte Wirt mit einem Laden in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dass der Stadtrat zuvor dem Gastronomen mit seinem Wunsch nach einer Vergrößerung des Küchenumbaus entgegengekommen war, hatte für einige Kritik gesorgt – die Gastronomie kostet fast 500 000 Euro mehr. Rathauschefin Zehetner hat die zusätzliche Investition stets als richtig bezeichnet.

Die Stadt ändert daraufhin ihr Konzept und suchte statt einer Brauerei nun einen Wirt, der sein Bier mitbringt. Seit dem „Hacker“-Rückzug standen knapp über zehn Interessenten bei Zehetner auf der Matte. Im Juni hatten auch Heinritzi und Fröhlich Kontakt mit der Stadt aufgenommen, im Oktober beim „Tag der offenen Tür“ schaute man sich die Halle an. Die Entscheidung für das Duo fiel allerdings nicht einstimmig. Der Stadtrat musste sich am Dienstagabend trotz ausgiebiger vorheriger Diskussion hinter verschlossener Tür nach der öffentlichen Sitzung nochmals zusammensetzen. Im Rennen waren zwei Bewerber – neben dem gebürtigen Penzberger Heinritzi, der in Antdorf wohnt, und dem Großweiler Fröhlich noch ein Interessent aus der Region samt der „Paulaner“-Gruppe, wie Elke Zehetner sagt. Am Ende machten Johann Heinritzi und Benjamin Fröhlich laut Zehetner mit 12:8-Stimmen das Rennen. Die Bürgermeisterin lobt deren „Innovation und jugendlichen Elan“.

Heinritzi ist seit 2012 Pächter und Betreiber des Kramerladens auf der Glentleiten. Fröhlich, gebürtiger Memminger, nennt seit Anfang 2010 „Fröhlichs Wirtshaus“ in Großweil sein eigen. Man verwirkliche sich mit der Gaststätte samt Stadthalle „einen gemeinsamen Traum“, bekräftigten die beiden Wirte, die seit acht Jahren zusammenarbeiten, in ihrem Konzept – indem sie „traditionelle alpenländische Küche wieder salonfähig“ machen wollen. Die zwei Komponenten sollen verbunden werden: die Gaststätte unter anderem mit Pensionisten-Stammtisch und Mittagstisch auf der einen Seite, auf der anderen die Halle mit Kulturveranstaltungen, Konzerten, Abschlussbällen und sogar zwei Mal im Jahr einem Spezialitätenmarkt. Es soll auch „ein zentraler Anlaufpunkt für Vereine“ werden, sag Heinritzi und schwärmt von „dem einzigartigen Ambiente“.

Noch aber läuft in der Stadthalle die auf 9,55 Millionen Euro angesetzte Sanierung. Derzeit sind die Maler am Werk. Sobald es die Witterung zulässt, kommt der Außenputz dran, im Januar werden die Böden freigelegt. Am 1. Mai will die Stadt Eröffnung feiern. Dazu wird der von den Rainern gestiftete Maibaum aufgestellt. Die neue Brauerei schickt zudem ihr Festgespann vorbei.

Mit den beiden Pächtern laufen die Vertragsgespräche, im Januar soll der Vertrag unterschrieben werden. Johann Heinritzi denkt an „fünf bis zehn Jahre“ Pachtlaufzeit. Eines wird die Stadträte freuen: Mit der damals umgeplanten Küche kommen die neuen Wirte klar. Heinritzi: „Die ist für uns völlig ausreichend.“

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