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Im Juli 2016 war der Wasserträger-Brunnen am Stadtplatz in Penzberg eingeweiht worden.

Wasserverbrauch: Kleine Korrekturen am durstigen Esel

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Täglich fast 14 000 Liter verbrauchte der Esel-Brunnen am Stadtplatz in Penzberg, als er noch sprudelte. Jetzt wird an ein paar Stellschrauben gedreht.

Ein Brunnen ohne Wasser ist kein Brunnen. Es wäre allenfalls eine trockengelegte Skulptur. So ungefähr war die Haltung im Penzberger Bauausschuss, der sich am Dienstagabend mit dem Esel-Brunnen auf dem Stadtplatz beschäftigte. Er soll also ab Mai wieder sprudeln – aber mit weniger Wasser.

Im vergangenen Oktober, kurz vor der Brunnen-Winterpause, hatte die Nachricht, dass der Esel 13.680 Liter Trinkwasser am Tag verbraucht, für einen Aufschrei gesorgt. Umgerechnet ist das der Tagesverbrauch von etwa 110 Penzberger. Damals erhielt das Stadtbauamt den Auftrag, sich zu überlegen, wie der Verbrauch gesenkt werden kann. Die Ergebnisse lagen nun vor.

Der Bauausschuss, der auch über den Brunnen am blauen Kiosk beriet, entschied sich beim Esel-Brunnen zumindest für kleine Korrekturen. Die bislang zwölfstündige Laufzeit von 8 bis 20 Uhr wird auf elf Stunden gekürzt. Ab Mai soll der Esel von 10 bis 21 Uhr sprudeln. Außerdem wird ein Sensor eingebaut, der ihn bei Regen abschaltet. Laut Vize-Bauamtsleiter Günter Fuchs gab es voriges Jahr 159 Regentage in Penzberg, auch wenn nicht immer ganztägig. In der Natur der Sache liegt es, dass eine Einsparung schlecht vorauszuberechnen ist.

Noch stärker am Wasserhahn drehen wollte der Ausschuss nicht, obwohl das Bauamt weitere Vorschläge hatte: zum einen den Brunnen jede Stunde nur 15 Minuten sprudeln zu lassen, was den Verbrauch unter 3500 Liter gesenkt hätte; zum anderen immer nur eine Düse einzuschalten, was aber den Einbau einer speziellen Steuerung für rund 4600 Euro nötig gemacht hätte.

In seinem Bericht nannte Günter Fuchs weitere Zahlen. In 180 Betriebstagen von Mai bis Oktober verbraucht der Esel-Brunnen ohne Korrekturen 2462 Kubikmeter Trinkwasser (2,46 Millionen Liter). Voriges Jahr waren es 1,2 Millionen Liter, weil er erst Ende Juli eingeweiht wurde. Sie kosteten 4655 Euro Wasser- und Abwassergebühren, die die Stadt an die Stadtwerke zahlen musste. Eingerechnet sei bereits, dass damit auch die Toilettenspülung im Rathaus betrieben wird.

(mehr in der Donnerstagsausgabe von Penzberger Merkur und Weilheim Tagblatt)

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