1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Penzberg

„Stadtradler“ weiter auf Rekordjagd - noch nie waren es so viele Teilnehmer und Kilometer

Erstellt:

Von: Wolfgang Schörner

Kommentare

Fleißige Stadtradler: Ihre Preise erhielten jetzt (v.l.) Einzelsieger Gerhard Niemeier, Martina Oswald, Carmen von Drachenfels und Ernst-Otto von Drachenfels, die alle vier zum zweitplatzierten „NutriDual“-Team gehören, Teamsiegerin Wally Karl, Angela von Drachenfels von „Nutri Dual“, Teamsieger Gottfried Karl und Daniel Pavlovic („NutriDual“); im Bild mit Andreas Wowra von der Umwelt- und Klimaschutzabteilung und Bürgermeister Stefan Korpan. „NutriDual“-Spende über 19 000 Euro
Fleißige Stadtradler: Ihre Preise erhielten jetzt (v.l.) Einzelsieger Gerhard Niemeier, Martina Oswald, Carmen von Drachenfels und Ernst-Otto von Drachenfels, die alle vier zum zweitplatzierten „NutriDual“-Team gehören, Teamsiegerin Wally Karl, Angela von Drachenfels von „Nutri Dual“, Teamsieger Gottfried Karl und Daniel Pavlovic („NutriDual“); im Bild mit Andreas Wowra von der Umwelt- und Klimaschutzabteilung und Bürgermeister Stefan Korpan. © Wolfgang Schörner

Penzberg hat Rekorde beim „Stadtradeln“ aufgestellt: Fast 600 Radler fuhren mehr als 100.000 Kilometer. So viele Teilnehmer und Kilometer gab es beim Penzberger „Stadtradeln“ noch nie, seit die Stadt bei dem bundesweiten Wettbewerb mitmacht. Dabei war auch wieder das Ehepaar Karl, das im Duett die Teamwertung gewann.

Penzberg – Schon im vergangenen Jahr hatten die Penzberger beim „Stadtradeln“ einen neuen Rekord aufgestellt. Damals radelten 460 Teilnehmer 90.254 Kilometer, was ein Drittel mehr war als die alte Bestmarke aus dem Jahr 2019. Heuer konnte Penzberg, das seit 2015 an dem bundesweiten Wettbewerb teilnimmt, das Ergebnis noch einmal übertreffen. Man habe einige neue Rekorde aufgestellt, verkündete Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) bei der Preisverleihung vor dem Rathaus: 595 Radler seien in den drei „Stadtradeln“-Wochen insgesamt 100.039 Kilometer gefahren, womit sie rechnerisch 15 Tonnen CO2 vermieden haben. Durch Nachmeldungen erhöhte sich die Zahl nach der Siegerehrung sogar noch auf 597 Radler und 102.08 Kilometer. Es sei „ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt“ worden, sagte Korpan, Menschen seien motiviert worden, aufs Rad zu steigen, anstatt mit dem Auto zu fahren, was das Ziel des „Stadtradelns“ ist.

Mit Abstand das größte Team bildete das Penzberger Gymnasium

Das mit Abstand größte Team stellte das Penzberger Gymnasium: Laut Korpan machten 329 Schüler und Lehrer mit. Sie brachten es auf 33.688 Kilometer. Beim landkreisweiten Schulradeln-Wettbewerb war dies die längste Strecke aller teilnehmenden Schulen (wir berichteten). Insgesamt waren in Penzberg 36 Teams an den Start gegangen.

Wally Karl (76) und Gottfried Karl (84) gewinnen Team-Wettbewerb

Zu den fleißigen „Stadtradlern“ in Penzberg gehört auch das Ehepaar Karl. Wally Karl (76) hatte sich 2020 sogar den Sieg in der Einzelwertung geholt und Radrennfahrer Wolfgang Sacher, Goldmedaillen-Gewinner der Paralympics, hinter sich gelassen. 2021 behielt Sacher knapp die Nase vorne. Heuer stand Wally Karl wieder auf dem Siegerpodest, diesmal im Team „Die Spätberufenen“ mit ihrem Ehemann Gottfried Karl (84). „Sie ist die treibende Kraft“, sagte Gottfried Karl am Rande der Siegerehrung. „Ich fahre alles mit dem Rad, außer bei Unwetter“, erzählte Wally Karl. So kam sie heuer beim Stadtradeln auf 1774 Kilometer. Ihr Mann steuerte 515 Kilometer bei. Zusammen machte das 2289 Kilometer. Mit dem Pro-Kopf-Wert von 1145 Kilometern siegten sie in der Teamwertung.

„NutriDual“-Team wird Zweiter - und spendet mehr als 19.000 Euro

In der Einzelwertung gewann diesmal wieder Wolfgang Sacher, der bei der Siegerehrung aber verhindert war. Sacher, auf dessen Betreiben Penzberg 2015 erstmals am „Stadtradeln“ teilgenommen hatte, schaffte 2412 Kilometer. Auf den zweiten Platz der Einzelwertung kam Gerhard Niemeier, selbst leidenschaftlicher Radsportler, der sich einen freundschaftlichen Zweikampf mit Sacher lieferte. Der 52-Jährige fuhr 2219 Kilometer. Er sei zu dem Wettbewerb „wie die Jungfrau zum Kinde gekommen“, erzählte er. Seine Arbeitskollegen hätten ihn gefragt, ob er mitmacht. „Es war mir eine Ehre.“

Niemeier gehörte wie Sacher und die Drittplatzierte der Einzelwertung, Carmen von Drachenfels (2069 Kilometer), zum „NutriDual“- Team. 31 Radler hatte das Penzberger Unternehmen, das Nahrungsergänzungsmittel herstellt, in den Wettbewerb geschickt. Sacher ist deren „Markenbotschafter“. Zusammen radelten sie 19 839 Kilometer, was ihnen – pro Kopf sind es rund 640 Kilometer – den zweiten Platz der Teamwertung einbrachte.

Diese Kilometerzahl hat noch eine andere Bedeutung: „NutriDual“ will jeden gefahrenen Kilometer mit einen Euro versilbern und die Summe an die Blaulichtorganisationen Feuerwehr, BRK. Wasserwacht und Bergwacht spenden, was laut Carmen von Drachenfels für zusätzliche Motivation sorgte. Alles in allem macht das eine Spende von über 19.000 Euro.

Auch interessant

Kommentare