+
Startklar: Mit einem giftgrünen Fahrrad werben (v.l.) Klimabeauftragter Patrick Jähnichen, Bürgermeisterin Elke Zehetner, Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann und Stadtbaumeister Justus Klement fürs vierte Stadtradeln.

Anmeldung startet

Stadtradeln  in Penzberg: Einmal um die halbe Welt

  • schließen

Rauf aufs Fahrrad heißt es ab Juli wieder in Penzberg: Drei Wochen lang findet das Stadtradeln statt. Das Ziel ist, mehr als eine halbe Äquatorlänge zu schaffen. Was die Sache vereinfacht: Es sind auch Elektro-Räder erlaubt. Das Rathaus hat schon aufgerüstet.

Penzberg – Zum vierten Mal ruft die Stadt Penzberg die Bevölkerung auf, bei der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ teilzunehmen. Dabei treten Kommunen und Landkreise gegeneinander an – wer die meisten Kilometer schafft, hat gewonnen. Wobei es dabei nicht um den Sieg geht, sondern eher um die Werbung fürs Fahrradfahren und die Vermeidung von CO2-Emissionen. Organisator des „Stadtradelns“ ist ein Klimabündnis aus Kommunen und Landkreisen. Wer in Penzberg von 1. bis 21. Juli mitmachen will, kann sich im Internet registrieren lassen.

Im Jahr 2015 hatte Penzberg erstmals am „Stadtradeln“ teilgenommen. Es sei damals ein „großer Erfolg“ gewesen. 40 186 Kilometer radelten die 230 Teilnehmer damals innerhalb von drei Wochen herunter – das waren etwa hundert Kilometer mehr als der Umfang des Äquators. Das war immerhin bundesweit der 98. Platz im Verhältnis zur Größe der Kommune. Im Jahr 2016 war das Ergebnis dagegen äußerst mau: Nur 53 Penzberger machten mit, die zusammen auf 11 400 Kilometer kamen. Damals fand der Wettbewerb allerdings recht früh im Jahr – im Mai – statt. Das Wetter und die Ferienzeit machten einen Strich durch die Kilometer-Rechnung. Penzberg rutschte auf Rang 343 ab.

Wieder aufwärts ging es im Juli 2017, dem dritten Jahr, in dem Penzberg an der Aktion teilnahm: 120 Radler schafften gemeinsam 20 610 Kilometer – etwas mehr als eine halbe Äquatorlänge. „Das müssen wir unbedingt überbieten“, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner diese Woche beim „Stadtradeln“-Aufruf. Das Rathaus wirbt dafür auch mit einem alten Fundrad, das der Bauhof giftig-grün gespritzt hat – „als Eye-Catcher“, so Zehetner, also als Blickfang, der an verschiedenen Stellen in der Stadt aufgestellt werden soll.

Ein Nebeneffekt des Penzberger „Stadtradelns“ von 1. bis 21. Juli: Die Radler umgehen mögliche Staus in der Innenstadt, die durch die Umleitung während der B 472- Sperrung verursacht werden, und entlasten zugleich den Verkehr. Zum Auftakt der Aktion plant Organisator und Klimaschutzbeauftragter Patrick Jähnichen für Sonntag, 1. Juli, eine gemütliche Familien-Radtour zum Eitzenberger Weiher. Wer mitfahren will, kommt um 10 Uhr zum Penzberger Stadtplatz.

Erlaubt sind beim „Stadtradeln“ auch E-Bikes. Zwei davon hat sich die Stadt Penzberg nun, wie vom Stadtrat vorgegeben, neu angeschafft. Sie sind laut Bürgermeisterin für städtische Mitarbeiter: Sie können sie bei schönem Wetter als Dienstfahrräder für kurze Wege nutzen. Auch bei Regen, wie Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann augenzwinkernd anmerkt, der selber – wie viele andere Rathaus-Mitarbeiter – schon jetzt per Rad in die Arbeit fährt.

4560 Euro hat die Stadt für die beiden E-Bikes inklusive Taschen und Schlösser gezahlt. Ein drittes E-Bike befindet sich bereits seit einigen Jahren im Besitz der Stadt. Klimabeauftragter Jähnichen erhofft sich davon auch einen Nachahmereffekt bei Betrieben: Auf Strecken durch die Innenstadt komme man mit E-Bikes schnell von A nach B – womöglich schneller als mit dem Auto.

Stadtradeln-Anmeldung

Wer am 4. Penzberger Stadtradeln teilnehmen will, kann sich im Internet anmelden: „www.stadtradeln.de“. Dabei können auch Teams gebildet werden, die in einer eigenen Wertung antreten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Holsteiner Kühe für Habeck in Huglfing
Einen grundlegenden Systemwandel in der Agrarpolitik forderte gestern Dr. Robert Habeck beim Milchbauerntag des Bundesverbands Deutscher Milchviehalter (BDM) in …
Holsteiner Kühe für Habeck in Huglfing
Segen für „Juwel“ in der Ortsmitte
Nun ist das neugestaltete Rigi-Center auch offiziell eingeweiht: Nachdem am Donnerstag im Westflügel der „Feneberg“-Supermarkt seine Tore geöffnet hatte, erhielt das …
Segen für „Juwel“ in der Ortsmitte
31 Jahre Vhs-Chef mit Höhen und Tiefen: Günter Schubert geht in den Ruhestand
31 Jahre lang hat Günter Schubert die Volkshochschule in Penzberg geleitet. Eine Zeit der steten Aufwärtsentwicklung, aber auch eine Zeit mit Tiefpunkten und vielen …
31 Jahre Vhs-Chef mit Höhen und Tiefen: Günter Schubert geht in den Ruhestand
Echelsbach: Hier rollt der Verkehr ab sofort über Deutschlands größte Behelfsbrücke
Die Behelfsbrücke über die Ammer bei Rottenbuch ist für den Verkehr freigegeben. Die 266 Meter lange Überquerung ersetzt die kommenden drei Jahre die Echelsbacher …
Echelsbach: Hier rollt der Verkehr ab sofort über Deutschlands größte Behelfsbrücke

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.