Begeisterte Radler: Die meisten Kilometer fuhr Wally Karl (vorne r.). Sie gewann die Einzelwertung vor Caspar Ringel (vorne 2.v.r.) und Wolfgang Sacher (vorne 3.v.r.), der in der Teamwertung auf Platz 1 kam. Dietmar Streidl und Lenka Subanova-Streidl (beide vorne links) wurden Dritte in der Teamwertung. Hinten im Bild (v.l.) Bürgermeister Stefan Korpan, Klimaschutzmanager Carl-Christian Zimmermann und „Stadtradeln“-Organisator Andreas Wowra.
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Begeisterte Radler: (vorne von rechts) Wally Karl, Caspar Ringel, Wolfgang Sacher, Dietmar Streidl und Lenka Subanova-Streidl; hinten im Bild (von links) Bürgermeister Stefan Korpan, Klimaschutzmanager Carl-Christian Zimmermann und „Stadtradeln“-Organisator Andreas Wowra.

278 Teilnehmer in Penzberg

Penzberger „Stadtradeln“: Einmal um den Äquator - und die Siegerin ist 75

  • vonWolfgang Schörner
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Für einen neuen Rekord hat es in Penzberg zwar nicht gereicht. Allerdings kann sich das Ergebnis für das herbstliche „Stadtradeln“ sehen lassen. 278 Teilnehmer schafften innerhalb von drei Wochen zusammen 43.354 Kilometer auf dem Fahrrad. Das ist das zweitbeste Ergebnis, seit Penzberg beim „Stadtradeln“ mitmacht.

Penzberg – 1424 Kilometer hat Wally Karl in den drei Oktober-Wochen auf dem Fahrrad zurückgelegt. Die 75-Jährige gewann damit die Einzelwertung des Penzberger „Stadtradelns“. „Ich fahre immer schon Fahrrad, das ist mein Hobby“, sagte die Penzbergerin bei der Preisverleihung vor dem Rathaus. Es tue ihr gesundheitlich gut. Beim „Stadtradeln“ habe sie das erste Mal mitgemacht – und wenn die zweite Woche nicht so verregnet gewesen wäre, wären es sicher noch mehr Kilometer geworden.

Die Gewinner des „Stadtradelns“ wurden jetzt von Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) ausgezeichnet, so auch Caspar Ringel, der mit 1406 Kilometern der zweitbeste Einzelfahrer war. Er habe seinen Rekord vom vergangenen Jahr toppen wollen, erzählte der 16-jährige Gymnasiast. Damals war er ebenfalls Zweitbester, mit genau 1111 Kilometer.

Seit 2015 macht Penzberg beim „Stadtradeln“ mit

Quasi ein „Stadtradeln“-Veteran ist Wolfgang Sacher. Auf Betreiben des Rennrad-Goldmedaillengewinners der Paralympics nimmt Penzberg seit 2015 am „Stadtradeln“ teil. Vergangenes Jahr hatte er die Einzelwertung gewonnen, diesmal fuhr er mit 1283 Kilometern auf den dritten Platz. Deutlich vorne war Sacher aber bei der Teamwertung: Im „Team Glücklich“ mit seiner Freundin Manuela Schäffer kamen pro Kopf 762,9 Kilometer zusammen. Auf den zweiten Platz der Teamwertung landeten die „Westendler“ mit einem Pro-Kopf-Wert von 490 Kilometern vor dem Duo „Bürger für Penzberg“ (385,8 Kilometer), das Dietmar Streidl und Lenka Subanova-Streidl bildeten.

Die „Stadtradeln“-Aktion war im Jahr 2008 von einem bundesweiten Klima-Bündnis ins Leben gerufen. Mittlerweile ist daraus ein internationaler Wettbewerb geworden. Ziel der Initiatoren ist es, sowohl für das Fahrradfahren und einen Ausbau von Radwegen als auch für den Klimaschutz und für die Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen zu werben. Deshalb wird auch immer eine – im Vergleich zum Autoverkehr – vermiedene Kohlendioxidmenge errechnet. So sollen es beim Penzberger „Stadtradeln“ heuer 6,4 Tonnen gewesen sein. Wegen der Corona-Pandemie hatte das Klima-Bündnis den bundesweiten Kampagnen-Zeitraum dieses Jahr bis Ende Oktober verlängert.

Penzberger „Stadtradeln“: 43.354 Kilometer in drei Wochen

Insgesamt erreichten die Penzberger heuer mit 43.354 Kilometern – das ist etwas mehr als die Länge des Äquators – ihr bisher zweitbestes Ergebnis. 278 Radler steuerten ihre Kilometer-Ergebnisse bei. Im Rekordjahr 2019 waren es 317 Teilnehmer und 66.333 Kilometer. Wie damals hatten auch heuer Schüler einen großen Anteil am Erfolg. Allein das Gymnasium beteiligte sich mit 124 Schülern und Lehrern. Sie steuerten rund 22.000 Kilometer bei. Auch Realschüler und Montessori-Schüler waren unter den 25 Teams.

Bundesweit beteiligten sich fast 1500 Kommunen und über eine halbe Million Menschen am „Stadtradeln 2020“. Penzberg kam nach bisheriger Auswertung auf den 713. Platz. Nimmt man nur die Orte mit 10.000 bis 50.000 Einwohnern, ist es der 392. Rang bei 720 Kommunen. „Wir können uns sehen lassen“, sagte Bürgermeister Korpan und fügte schmunzelnd an. „Nächstes Jahr rücken wir in der Weltrangliste vor.“

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