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Als neuen Wirtschaftsförderer stellte Bürgermeisterin Elke Zehetner am Mittwoch Andreas Baar vor.

Stadtrat segnet Personalie ab: Andreas Baar ist neuer Wirtschaftsförderer in Penzberg

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Andreas Baar wird neuer Wirtschaftsförderer der Stadt Penzberg. Der Stadtrat segnete die Personalie am Dienstagabend hinter verschlossenen Türen bei zwei Gegenstimmen ab. Der gebürtige Mainzer (51) nimmt seine Arbeit in einer Woche am 4. Oktober auf. Seine Anstellung ist allerdings auf eineinhalb Jahre befristet – für den Fall, dass Rolf Beuting zurückkehrt.

Penzberg – Andreas Baar arbeitet derzeit noch als Journalist für die Heimatredaktionen des Münchner Merkur in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen, unter anderem auch in Penzberg. Diese Tätigkeit in Penzberg wird er mit seinem Wechsel ins Rathaus beenden. Baar, der in Bad Bayersoien lebt, hat in Mainz Politik, Soziologie und Jura studiert. Nach dem Studium ließ er sich im Institut der Deutschen Wirtschaft zum Referenten für interne und externe Unternehmenskommunikation ausbilden. Anschließend volontierte er bei der Rheinzeitung in Koblenz und wurde Redakteur beim Trierschen Volksfreund. Beim Münchner Merkur arbeitet er seit 1999 freiberuflich. Daneben betreute er für eine PR-Agentur ein kommunales Unternehmen.

Von 2006 bis 2014 hatte es schon einmal einen Wirtschaftsförderer in Penzberg geben: Rolf Beuting, der vor vier Jahren zum Murnauer Bürgermeister gewählt wurde. Beuting ist auch der Grund, wieso die Anstellung Baars vorerst bis 30. April 2020 befristet ist. Sollte Beuting nämlich nach der nächsten Kommunalwahl nicht mehr Bürgermeister sein, hätte er einen Anspruch, darauf zurückzukehren.

Die 2014 abgeschaffte Stelle eines Wirtschaftsförderers wurde bei der Stadt Penzberg auf Druck von CSU, Grünen, BfP und FLP neu geschaffen. Bei der gestrigen Vorstellung Baars als neuer Mitarbeiter bestätigte Bürgermeisterin Elke Zehetner auf Nachfrage, dass sie ursprünglich gegen die Schaffung der Stelle war. Sie habe selbst diese Aufgabe „ordentlich wahrgenommen, sich intensiv um Wirtschaftsförderung gekümmert und um Ansiedlungen bemüht“. Es sei aber sehr viel Arbeit gewesen, schränkte sie ein. „Wenn der Stadtrat sagt, er will jemanden einstellen, dann bin ich froh über die Entlastung.“ Sie sehe das positiv. „Es ist ein Zugewinn.“ Den neuen Wirtschaftsförderer sieht sie als Netzwerker, der sich zum Beispiel um die Innenstadt kümmert und Gespräche mit Firmen führt. Auch Hotel, Schwimmbad und Edeka-Gelände sieht sie als klassische Themen

Acht Frauen und Männer hatten sich um die Stelle beworben, von denen sich vier der Rathausverwaltung vorstellten. Übrig blieb am Ende Andreas Baar, der sich am Dienstagabend dem Stadtrat in der nicht-öffentlicher Sitzung präsentierte. Eine Mehrheit segnete seine Anstellung ab. Zu seinen Aufgaben zählt ebenso die Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt, auch über die Wirtschaft hinaus.

Andreas Baar selbst sagte gestern, er wolle mit der Kontaktpflege beginnen. Er sieht sich eigenen Worten nach als Ansprechpartner für Interessensgruppen wie „Pro Innenstadt“ und für Unternehmen. Wichtig sei ihm ebenso die Präsenz in Gremien wie dem Wirtschaftsforum Oberland („Die machen richtig gute Arbeit“). Außerdem schweben ihm eine Wirtschaftsbroschüre für interessierte Unternehmen und Messe-Auftritte vor. „Was ich gerne machen würde, aber eine Zeitfrage ist, wäre wieder eine Messe in Penzberg“, erklärte er. Als Beispiel nennt er den Weilheimer Holzbautag. „Den hätte auch Penzberg machen können.“ Einen klaren Standpunkt vertritt Baar bezüglich Hotel-Neubau und Schwimmbad-Neubau in Penzberg. „Da bin ich ein klarer Anhänger, weil dies die Stadt Penzberg attraktiver macht.“

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