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Wellenbad in Penzberg

Stadtwerke: Keine Gesundheitsgefahr im Wellenbad

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Für die Besucher des Wellenbads in Penzberg besteht aktuell keine Gesundheitsgefahr. Dies teilten die Stadtwerke mit. Dennoch bestehe dringender Handlungsbedarf bei der Technik, heißt es.

Penzberg - Mit seiner Stellungnahme bezieht sich Stadtwerke-Vorstand Josef Vilgertshofer vor allem auf eine mögliche Erkrankung mit Legionellen und auf entsprechende Aussagen von Hans-Helmut Schaper („Planungsgruppe Va“) aus Hannover. Dieser hatte vergangene Woche im Zuge der Diskussion um einen Hallenbad-Neubau von einer theoretischen Legionellen-Gefahr gesprochen.

Zugleich kündigten die Stadtwerke in der Stellungnahme an, dass am Dienstag ein Fachbüro erneut die Wasserqualität des Wellenbads untersuchen wird. Ab sofort sollen diese Kontrollen vier Mal im Jahr erfolgen. Außerdem, so Vilgertshofer, gebe es seit Jahren wöchentlich eine thermische Desinfektion aller Leitungen und Wasserentnahmestellen. Die Anlagen würden dazu eigens mit aufgeheiztem Wasser gespült. „Die letzte technische Untersuchung hat keinen positiven Befund bezüglich einer Gesundheitsgefahr ergeben“, so Vilgertshofer. Auch die regelmäßig kontrollierten Wasserwerte seien in Ordnung. Es gebe seit Jahren keine Beanstandungen. Dies, so Vilgertshofer, würden die Untersuchungen durch externe Firmen bestätigen.

Grundsätzlich aber sieht Stadtwerke-Leiter Vilgertshofer wie Hans-Helmut Schaper von der „Planungsgruppe Va“ eine Gefahr. Vilgertshofer erklärte, dass eine Entstehung und Ausbreitung von Legionellen durch „die in die Jahre gekommene Technik gerade im Bereich der Mischwasser-Duschen theoretisch begünstigt werden könnte“. Dass diese Möglichkeit besteht, hätten die Expertisen der beteiligten Fachplaner ergeben.

„Die technischen Anlagen des Wellenbads sind in einem bedenklichen Zustand und entsprechen nicht mehr dem Stand der heutigen Technik“, so Vilgertshofer. „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Das Wellenbad, erklärte er, sei von mehreren Fachleuten begutachtet worden. Mit dem Ergebnis, dass der gesamte Bau und alle technischen Komponenten ihre Nutzungsdauer überschritten hätten. Über die Bürgerinfoveranstaltung am vergangenen Donnerstag erklärte Vilgertshofer in seiner Stellungnahme: „Wir haben Transparenz geschaffen.“ Dort hatten die Stadtwerke und die von ihnen eingeladenen Fachleute die Beweggründe für einen Hallenbad-Neubau sowie die Pläne erläutert.

Bereits vor der Infoveranstaltung hatte Hans-Helmut Schaper, dessen Büro sich auf technische Gebäudeausrüstung spezialisiert hat, bei einem Treffen mit dem Schwimmverein von einer möglichen Legionellen-Gefahr gesprochen. Schaper, der sich das Bad kurz zuvor angeschaut hatte, erklärte, es gebe derzeit zwar keine Mängel, aber die Anlage entspreche nicht den technischen Voraussetzungen. Wolfgang Sacher (BfP), der dem Stadtwerke-Verwaltungsrat angehört, hatte daraufhin die Befürchtung geäußert, dass das Gesundheitsamt das Wellenbad schließen könnte.

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