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Die Stadtwerke in Penzberg.

Stromnetz in Penzberger Händen

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Penzberg geht den Weg vieler Kommunen: Die Stadtwerke holen sich das örtliche Stromnetz in die eigene Zuständigkeit. Start ist am 1. Januar 2018.

Penzberg - Ab 1. Januar befindet sich das örtliche Stromnetz mit seinen rund 334 Kilometern Kabel- und Freileitungen, mit Trafostationen und Verteilerkästen in Penzberger Händen. An diesem Tag nimmt eine neue Gesellschaft mit dem Namen „Stromversorgung Penzberg GmbH & Co.KG“ ihre Arbeit auf, an der die Stadtwerke mit 51 Prozent die Mehrheit halten. Mitgesellschafter mit 49 Prozent ist die „Bayernwerk Netz GmbH“. Sie war bisher alleiniger Eigentümer des Penzberger Stromnetzes. Am Montag wurden die Verträge unterschrieben.

Die Veränderung werde sich für die Stromabnehmer geräuschlos vollziehen, sagte Stadtwerke-Vorstand Josef Vilgertshofer am Montag. Sie habe keine Auswirkungen auf die Stromlieferverträge. Laut Vilgertshofer ist die neue Gesellschaft eine sinnvolle Weiterentwicklung für die Stadtwerke. Zudem könne man „das eine oder andere interessante Projekte entwickeln, um die Klimaziele zu erreichen, oder neue Energiedienstleistungen anbieten“. Gazmend Kryeziu von Bayernwerk nannte die Energiewende und die Elektromobilität als Aufgaben der neuen Gesellschaft: die Schaffung eines intelligenten Stromnetzes mit Trafostationen, die miteinander kommunizieren, und vernetzte Ladesäulen für Elektroautos. Durch „intelligente Steuerungsmöglichkeiten“ soll die Energieeffizienz erhöht werden, sagte er.

Möglich wurde der Penzberger Zugriff aufs Stromnetz, weil der Konzessionsvertrag nach 20 Jahren Laufzeit endete und in einem Wettbewerb neu ausgeschrieben wurde. Dabei schälte sich die Kooperation von Stadtwerken und Bayernwerk als beste Lösung heraus. Bayernwerk bringt das Stromnetz in die Gesellschaft ein. Zugleich erwerben die Stadtwerke 51 Prozent der Anteile der Gesellschaft – den Preis wollte Vilgertshofer nicht nennen. Wie berichtet, wird dies über Fremdkapital finanziert.

Während die Stadtwerke die kaufmännische Betriebsführung übernehmen, ist das Bayernwerk für den technischen Betrieb zuständig. Der neue Konzessionsvertrag läuft ebenfalls 20 Jahre. Danach muss sich die „Stromversorgung Penzberg“ neu bewerben. Als eine Möglichkeit nannte Vilgertshofer, dass die Stadtwerke die Gesellschaft dann komplett übernehmen: „Die Tür ist offen, in 20 Jahren einen Schritt weiter zu gehen.“ Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sind Stadtwerke-Chef Vilgertshofer und Gazmend Kryeziu von Bayernwerk. Die Stadtwerke stellen zudem drei der fünf Aufsichtsräte, darunter Bürgermeisterin Elke Zehetner als Aufsichtsratsvorsitzende.

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