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Schön bunt geworden: Die mehr als 200 Teilnehmer der Jahrestagung konnten das Ergebnis der Stadthalle-Sanierung bewundern – die ebenso Fördermittel erhielt.

Tagung der Städtebauförderung

Penzberg setzt auf „Zukunft Stadtgrün“

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In der Penzberger Stadthalle ging es um viel Geld. Die Jahrestagung der oberbayerischen Städtebauförderung fand dort statt. Die Stadt hat in einen neuen Fördertopf geschafft.

Penzberg – Die Stadt Penzberg ist seit Mai stolzer Besitzer einer von Grund auf sanierten Stadthalle. Fast zehn Millionen Euro wurden in das denkmalgeschützte Ensemble gesteckt – laut Rathaus gab es 2,15 Millionen Euro an Zuschüssen. Allein 1,8 Millionen Euro schießt die Städtebauförderung dazu. Die für die Mittelverteilung zuständigen Vertreter der Regierung von Oberbayern konnten sich gestern vor Ort ein Bild davon machen: In der Stadthalle hatten sich auf Einladung der Bezirksregierung Bürgermeister, Kämmerer und Planer zur Jahrestagung der Städtebauförderung in Oberbayern versammelt. 220 Anmeldungen lagen dafür vor.

Penzberg sei bunt, warb Rathauschefin Elke Zehetner voller Stolz für ihre Stadt mit Bürgern aus mittlerweile 85 Nationen. Genauso bunt sei auch die Stadthalle, pries sie Bürgermeisterin die wiederhergestellte Optik mit den Art-deco-Farben im Stil der 1920er Jahre. Man habe „miteinander viel Geld in die Stadthalle investiert“, sagte Zehetner an die Adresse von Regierungspräsidentin Brigitta Brunner gerichtet.

Diese sparte nicht mit Lob. Das Gebäude sei ein gelungenes Beispiel dafür, was aus Fördermitteln und mit der Kommune geschaffen werden kann. Überhaupt habe sich Penzberg in den vergangenen Jahren städtebaulich sehr engagiert, sagte Brunner. Rund 25 Millionen Euro habe die Stadt in letzter Zeit verbaut, davon sei ein Viertel über diverse Programme gefördert gewesen. Doch Geld allein reicht nicht, mahnte die Regierungspräsidentin: Nötig sei „eine mutige Kommunalverwaltung“ – sowie Stadträte und Gremien, die hinter den Projekten stehen. „Wenn es fertig ist, waren schon immer alle dafür.“

Seit etwa vier Jahrzehnten gibt es die Städtebauförderung, Oberbayern meldet heuer Rekorde. Mit 35 Millionen Euro Zuschüssen sei es ein Höchststand, bilanzierte die Regierungspräsidentin. Durch Sonderprogramme kletterte die Summe auf 42 Millionen Euro, die zur Verfügung standen. 182 Kommunen sind in der Förderung, auch das ein Rekord.

Penzberg selbst ist für die nächste Zeit an einem neuen Fleischtopf gelandet: Laut Brunner ist die Stadt eine von fünf oberbayerischen Kommunen im Fördertopf „Zukunft Stadtgrün“. 240 000 Euro wurden der Stadt dafür zugesagt, teilte Stadtbaumeister Justus Klement mit. Das Programm hat das Bundesbauministerium 2017 gestartet, es stellt dafür 50 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist eine „Verbesserung der urbanen grünen Infrastruktur“, Klement möchte die „grüne Karte der Stadtgeschichte“ erweitern. Für die Förderung wurde sich mit dem Projekt „Bahnbogen“, dem Bereich der alten Bahntrasse von der Grube zum Bahnhof, beworben. Das Areal soll bauleitplanerisch gesichert und im Stadtgrün eingebunden werden. Angedacht ist ein Radweg.

Mit einer gelungenen Sanierung der Stadthalle allein ist es nach der lange baubedingten Schließung allerdings nicht getan. Dies machte Penzbergs Bürgermeisterin Elke Zehetner klar: „Wir müssen das Bauwerk, das drei Jahre still stand, den Bürgern wieder vermitteln.“

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