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Bei Wein und französischen Leckereien wurde in der Stadthalle geplaudert.

Städtepartnerschaft Penzberg-Langon

Auch die Jugend hat Interesse

64 Franzosen aus der Penzbergs Partnerstadt Langon besuchten die oberbayerischen Freunde. Die Städtepartnerschaft ist 35 Jahre nach ihrer Gründung tief verwurzelt. Dies zeigte sich beim Weinfest.

Penzberg – Die deutsch-französischen Beziehungen sind bestens: In der Penzberger Stadthalle herrschte beim Weinfest eine gelöste, fröhliche Atmosphäre. Bei Quiche, Apfeltarte und Wein plauderten Penzberger und Langoner mal auf Deutsch, mal auf Französisch. Man prostete sich zu: Buvons à votre santé! Trinken wir auf Euer Wohl! Mit 64 Teilnehmern war die französische Delegation heuer besonders groß, wie Rathaus-Geschäftsleiter Roman Reis betonte. Zusammen mit Daniela Koller von der Stadtverwaltung hatte er den Besuch organisiert und ein buntes Programm zusammengestellt. Dazu gehörte unter anderem ein offizieller Empfang im Rathaus mit anschließender Matinée auf dem Stadtplatz; inklusive Boule-Turnier, französischen Häppchen und Planwagenfahrt. Zuvor hatten die Penzberger mit ihren Gästen einen Ausflug nach München gemacht. Beim Weinfest lobte Reis die „sehr große Bereitschaft“ der Penzberger, die Franzosen bei sich aufzunehmen. „Es war kein Problem, Gastfamilien zu finden.“

Was Bürgermeisterin Elke Zehetner, die selbst ein junges Mädchen aus Langon aufgenommen hatte, besonders freute: „Dass wir den Sprung von der älteren zur jüngeren Generation geschafft haben.“ Das zeige sich daran, dass besonders viele junge Franzosen mitgekommen seien. Aber längst nicht nur. Laut Roman Reis war die Altersspanne bei den Gästen groß: Von zwölf bis 85 Jahren war, grob geschätzt, jedes Alter vertreten.

Viele der Gäste waren nicht zum ersten Mal in Penzberg. Monique Lüddcke etwa nimmt seit 2004 an dem jährlichen, wechselseitigen Austausch teil. Die Winzerin hatte eigene Weine im Gepäck. Gerade in Zeiten, in denen der Nationalismus Einzug hält in vielen europäischen Ländern, findet Lüddcke eine Partnerschaft wie zwischen Langon und Penzberg wichtig: „Sie hilft jungen Menschen dabei, ein gutes Verhältnis zueinander zu entwickeln“, sagte die 66-Jährige. Die Partnerschaft fördere das Bewusstsein, „dass man zusammen stärker ist als allein“. Der Rechtsruck in Frankreich vor der Wahl, Marine le Pen oder die Flüchtlingskrise: Für die Präsidentin der Delegation, Jany Lesbat, hat das alles „keine Bedeutung für die Freundschaft“ zwischen Langon und Penzberg. Diese Freundschaft sei geprägt von Respekt, Menschlichkeit und stehe auf soliden Füßen. Bürgermeisterin Zehetner nannte es eine „lebendige Partnerschaft“. Sie alljährlich zu pflegen sei zwar schon manchmal anstrengend, gestand Roman Reis, aber: „Sie lebt absolut.“

Franziska Seliger

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