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Das Roche-Werk im Penzberger Nonnenwald.

Im Nonnenwald

Standort Penzberg: Roche will Belegschaft ausbauen

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Roche in Penzberg will weiter wachsen. Das wirkt sich auch auf die Zahl der Mitarbeiter aus. Und bereitet ein Problem.

Penzberg – 5949 Mitarbeiter aus 54 Nationen. Roche in Penzberg ist damit der größte Arbeitgeber im Landkreis. Seit Jahren wächst der Standort nicht nur baulich, sondern auch bei der Belegschaft. Dies wird sich nicht ändern, verkündet die Führung von Roche Diagnostics. Das Werk im Nonnenwald gehört zu der Konzernsparte und ist nach der Mannheimer Zentrale (8181 Mitarbeiter) der zweitgrößte deutsche Standort.

Noch heuer wird wohl in Penzberg die 6000-Mitarbeiter-Marke geknackt. Diese Prognose gab Edgar Vieth, Personal-Geschäftsführer von Roche Diagnostics, bei der Präsentation der Geschäftszahlen 2017. Um zwei bis vier Prozent lege die Zahl der Mitarbeiter jährlich zu, erklärte der Personalchef. Vieth spricht von einer Steigerung von 16 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. „Das ist ein schönes, stetiges Wachstum.“ Die derzeit 5949 Mitarbeiter, darunter 288 Auszubildende, sind laut Unternehmen Voll- und Teilzeitkräfte. Dazu kämen 2,7 Prozent an „Leasingkräften“, wie Roche die Zeitarbeiter umschreibt.

Die Zunahme bei der Belegschaft wirft für die Verantwortlichen in Penzberg allerdings ein Problem auf: Was tun mit dem zunehmenden Verkehr und der steigenden Zahl an motorisierten Pendlern? Werkleiter Dr. Ulrich Opitz macht jedenfalls klar: Ziel sei es, keine weiteren Parkplätze und Parkhäuser zu bauen, wenn das Werk weiter wächst. Vielmehr werden den Mitarbeitern schon jetzt Alternativen zum Auto angeboten. Für den Penzberger Stadtbus gibt es ein Jobticket: Roche erwirbt von der Stadt ein Kontingent an Jahreskarten, Interessenten können diese dann kaufen. Opitz hebt die „konstruktive Zusammenarbeit“ mit der Kommune hervor. Der Deal ist auch für das Unternehmen wichtig: Allein um die 1300 Beschäftigte wohnen laut Werkleiter im Stadtbereich.

Zudem laufen mit dem RVO Verhandlungen, den eigens eingerichteten Shuttle-Bus nach München fortzuführen. Zwei Haltestellen im Süden der Landeshauptstadt werden in der Früh und abends von jeweils zwei Bussen angefahren. Circa 520 Mitarbeiter nutzen Opitz zufolge den Service. Darüber hinaus liefen aktuell Gespräche mit dem Landratsamt, um den Nonnenwald-Standort beim öffentlichen Nahverkehr auch an den restlichen Landkreis anzubinden.

Seit Anfang April ist ein Rad-Leasing-Angebot aus dem Probebetrieb fest etabliert worden. Die Resonanz sei groß, sagt Werkleiter Opitz. In Penzberg und Mannheim wurden durch die Roche-Angehörigen schon in Zweiräder im Wert von 500 000 Euro investiert.

Sollte die Belegschaft weiter anwachsen, wäre es am Standort räumlich zu packen, lautet die offizielle Aussage. „Wir hätten Platz“, sagt der Werkleiter. Raum für Neubauten liegen vor allem im Süden des 420 000 Quadratmeter großen Geländes, der derzeit zum Teil für Parkflächen genutzt wird. Zudem finden sich noch ältere, bis zu 40 Jahre alte Gebäude, die irgendwann renoviert werden müssten. Vielleicht lässt sich bei künftigen Bauprojekten dann auch das Problem der zahlreichen Container lösen: Bis zu 900 Mitarbeiter sind dort seit Jahren untergebracht.

Ungeachtet dessen will der weltweit tätige Biotech-Konzern in Penzberg sein Projekt einer „Digitalen Fabrik“ von der Forschung und Entwicklung bis zur Produktion verwirklichen. Das Ziel wurde konzernintern in Teilbereichen bereits erreicht, wie Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführerin von Roche Diagnostics, sagt: „Wir haben die erste papierlose Fabrik in der Pharma hier stehen.“

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