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Schlüsselszene: Ein Hotelgast trägt sich an einer Hotelrezeption ein. In Penzberg wurden erst einmal Hotel-Standortvorschläge niedergeschrieben.

26 Bürger haben Ideen eingereicht

Hotel in Penzberg: Diese Standorte wurden vorgeschlagen

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Wo könnte in Penzberg ein neues Hotel entstehen? 46 Vorschläge gingen dazu im Rathaus ein. Einige Standorte wurden mehrfach genannt, andere sind nicht neu. Zugleich gab die Stadt bekannt, was ein Moderator in der Hotel-Debatte kosten würde.

Penzberg – Als der Penzberger Stadtrat Ende Januar die Hotel-Frage diskutierte, lautete einer der Beschlüsse, die Standortfrage wieder zu öffnen. Die Bevölkerung sollte eigene Vorschläge machen, unabhängig von Verfügbarkeit und Eigentümer. Am Donnerstag lief nun die Frist ab. Laut Bürgermeisterin Elke Zehetner beteiligen sich 26 Bürger. Deren 46 Vorschläge wurden ihr zufolge am Donnerstag im Stadtbauamt gesichtet. Geprüft werde zum Beispiel, ob es sich um städtische oder private Grundstücke handelt, aber auch, ob die Regierung von Oberbayern wegen der Anbindung ans Siedlungsgebiet gefragt werden muss. Am Dienstag, 27. Februar, soll der Stadtrat in einer öffentlichen Sitzung über die Standorte sprechen. Einbezogen werden dabei auch jene 41 Vorschläge, die noch aus der Hotel-Debatte vor fünf Jahren stammen.

Vorab gewährte die Rathaus-Chefin unserer Zeitung auf Anfrage einen kurzen Blick in die Liste der neuen Standortvorschläge. Zu finden sind dort der Golfplatz zwischen Penzberg und Iffeldorf, das ehemalige Eon-Schulungsgebäude in Schönmühl, das allerdings ein Privathaus ist, und das Gelände des ehemaligen Edeka-Zentrallagers an der Grube. Auch die abgeholzte Fläche westlich der Birkenstraße, auf der eigentlich ein neues Wohnviertel geplant ist, wurde auch genannt. Andere Vorschläge betreffen den alten Ritterburg-Spielplatz auf der Berghalde, eine Fläche zwischen der Ludwig-März-Straße und St. Johannisrain auf Höhe des früheren Steinbruchs sowie die Bereiche des Wellenbads und des Maxkroner Fußballplatzes. Auf der Liste tauchen ebenso der Ortsausgang in Richtung Sindelsdorf links oder rechts des Zwinkweihers und das Roche-Gelände auf. Eine weitere Idee: der Parkplatz zwischen Bahnhof und Aldi – quasi für ein Penthouse-Hotel über einem Erdgeschoss mit Geschäften. Selbst Gut Hub findet sich unter den eingereichten Vorschlägen: die Kapellenwiese, der zuletzt diskutierte Standort bei der Gut-Hub-Zufahrt an der Seeshaupter Straße sowie das Gutsgebäude selbst. Sogar der vor drei Jahren im Bürgerentscheid abgelehnte Platz am Hubersee kommt auf der neuen Liste vor.

Die Rathaus-Chefin nannte auf Anfrage auch Zahlen zum Moderator, der die Hotel-Debatte womöglich begleiten wird – nachdem es zuletzt Kritik gab, weil die Stadt zu den Kosten keine Angaben machte. Aktuell ist das Unternehmen „Hendricks & Schreyer“ von Stadtrat nur damit beauftragt, ein Moderationskonzept zu erstellen. Dies, so Zehetner, kostet „4750 Euro plus Mehrwertsteuer“. In der Sitzung Ende Februar soll das Moderationskonzept ihr zufolge öffentlich vorgestellt werden.

Der Stadtrat muss dann entscheiden, ob er das Beratungsunternehmen engagiert. Bürgermeisterin Zehetner sagte zu den dann fälligen Kosten, dass man mit einem „Korridor zwischen 5000 und 15 000 Euro im Monat“ rechnen müsse. Wie viel es im Endeffekt ist, soll ihr zufolge in der Sitzung ebenfalls im öffentlichen Teil genannt werden. Und wie objektiv wird so ein – von der Stadt beauftragter – Moderator sein? Zehetners Anwort: Es soll ein „neutraler Moderator“ sein, „der die gesamte Stadtgesellschaft im Prozess der Standortsuche unterstützt“.

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