Wann dürfen wir wieder öffnen? Dazu fordern die drei Penzberger Wirte (v. li.) Ilias Choutos (Pizzeria „Antica Rimini“), Adrian Auer (Stadthalle) und Maria Dehmelt („Hoisl-Bräu“) von der Politik eine klare Aussage.
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Wann dürfen wir wieder öffnen? Dazu fordern die drei Penzberger Wirte (v. li.) Ilias Choutos (Pizzeria „Antica Rimini“), Adrian Auer (Stadthalle) und Maria Dehmelt („Hoisl-Bräu“) von der Politik eine klare Aussage.

Corona-Lockdown

Wann dürfen wir wieder öffnen? Stummer Wirte-Protest auf dem Penzberger Stadtplatz

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Seit Monaten müssen Hotels und Gaststätten wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben – mit zum Teil fatalen wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe. Um auf ihre prekäre Lage aufmerksam zu machen, haben sich am Montag auch einige Hoteliers und Gastronomen aus Penzberg an der bundesweiten Aktion „Gedeckter Tisch“ beteiligt.

Penzberg - „Das ist keine Demonstration, sondern ein stummer Protest“, erklärte Stadthallen-Wirt Adrian Auer, der im Rahmen der Aktion gemeinsam mit Ilias Choutos von der Pizzeria „Antica Rimini“ und „Hoisl-Bräu“-Chefin Maria Dehmelt weiß eingedeckte Tische auf dem Stadtplatz aufgestellt hatte. Auer betonte, dass sich die etwa zweistündige Aktion nicht gegen die Stadt richte, sondern ausdrücklich gegen die politischen Entscheidungsträger in Bund und Land. Von ihnen fordere man endlich klare Perspektiven, wann Gastronomie und Hotellerie wieder öffnen dürfen. Viele seiner Kollegen plagten Existenzsorgen, weiß Auer. Bundesweit - auch in anderen Landkreis-Orten - gab es diese Aktionen, bei den Wirte auf ihre Lage aufmerksam machten.

Wie es den anderen Wirten in Penzberg genau gehe, wisse sie zwar nicht, sagt Maria Dehmelt. Am meisten Sorge bereite ihr als Hotel-Chefin allerdings das Personal. Denn nach fast einem Jahr Kurzarbeit würden sich immer mehr Mitarbeiter eine neue Arbeitsstelle suchen, weil sie finanziell sonst nicht mehr über die Runden kämen. Besonders bitter sei die Lage für Aushilfskräfte: Sie würden keinerlei staatliche Hilfen bekommen. Auch bei Penzberger Wirten hätten schon Mitarbeiter gekündigt. Neben den drei Gastronomen auf dem Stadtplatz stellten auch Wirte an anderen Stellen der Stadt gedeckte Tische vor ihre Lokale, um damit für eine Öffnung ihrer Branche zu appellieren.

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