Tafel-Ausgabe vor Weihnachten

Viele Kunden, viele Spenden

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Penzberg - Die Penzberger Tafel hat gut zu tun. Immer mehr Kunden werden versorgt. Zu Weihnachten gab es eine besondere Ausgabe.

Es war ein beeindruckendes Bild, das sich im Barbara-Saal des Pfarrzentrums Christkönig bot: Auf langen Tischen stapelten sich unzählige Lebensmittel. Die Penzberger Tafel war für ihre Weihnachts-Ausgabe erstmals vom Kellerraum an der Sigmundstraße in den geräumigen Saal ausgewichen.

Dort erwartete die Tafel-Kunden ein überaus reichliches Angebot. Dafür hatten die Helfer und diverse Vereine gesorgt. Der Rotary-Club brachte Fleisch, Fisch und Geflügel mit, die Inner-Wheel-Frauen Geschenke für Kinder, der Tierschutzverein Tiernahrung, Bürgermeisterin Elke Zehetner Lebkuchen. und die Seeshaupter „Seeresidenz“ hatte mehr als 100 nahrhafte Geschenke, verpackt durch die Bewohner, aufgebaut. Die elfte Auflage der Weihnachtsaktion wurde zudem unterstützt von 63 weiteren Sponsoren und vielen privaten Unterstützern aus Penzberg und Umgebung. Besucher, die warten mussten, wurden im Nebenraum mit Kaffee und Kuchen versorgt. Die Veh-Harfen-Gruppe der Musikschule spielte weihnachtliche Stücke.

So viel Unterstützung tut der Tafel, die seit 2005 unter dem Dach von katholischer und evangelischer Kirche sowie der Caritas Bedürftige in Penzberg und Umgebung versorgt, auch gut. Denn die mehr als 100 ehrenamtlichen Aktiven müssen immer mehr Menschen versorgen. Donnerstags ist von 14.30 bis 16 Uhr Ausgabe im Johannishaus. 80 bis 90 Ausweisinhaber schauen im Schnitt vorbei, rechnet Werner Gölz, für die evangelische Kirche im Leitungsteam, vor. Über 170 Ausweise sind derzeit ausgestellt. „Bis zu 300 Personen werden so wöchentlich versorgt“, sagt Gölz. Seine Prognose ist nicht optimistisch: „Die Tendenz ist steigend.“ Nicht nur, weil immer mehr Einheimische diese Hilfe benötigen. Sondern wegen der Asylbewerber: Schon jetzt sind circa 50 Prozent Flüchtlinge, doch Gölz erwartet mit der weiteren Belegung der Unterkünfte an der Nonnenwaldstraße einen weiteren Schub. Die Altersstruktur der Kunden ist breit gefächert. „Der deutsche Teil ist vorwiegend Rentner“, weiß Gölz. „Bei den Asylbewerbern reicht es vom Baby bis zum mittleren Alter.“

Erfreulich: „Die Penzberger sind sehr spendierfreudig“, sagt Gölz. Fast alle Supermärkte würden mitmachen. Fazit von Gölz: „Wir sind gut versorgt, weil wir sehr viel machen.“ Aber die Tafel braucht Helfer. Denn viele Aktive sind älter, berichtet Gölz. „Was uns fehlt, sind junge Leute.“

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