Modernste Ausstattung: (v.l.) Joachim Kollmus (Vorsitzender Feuerwehrverein Penzberg), Kommandant Christian Abt, Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta, Stellvertretender Landrat Wolfgang Taffertshofer und Bürgermeister Stefan Korpan (v.l.) mit den drei neuen Fahrzeugen für den Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Penzberg.
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Modernste Ausstattung: (v.l.) Joachim Kollmus (Vorsitzender Feuerwehrverein Penzberg), Kommandant Christian Abt, Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta, Stellvertretender Landrat Wolfgang Taffertshofer und Bürgermeister Stefan Korpan (v.l.) mit den drei neuen Fahrzeugen für den Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Penzberg.

Fahrzeugweihe zum Jahrtag der Penzberger Feuerwehr

Technisch auf dem neuesten Stand

Ein Gerätewagen Gefahrgut, ein Kleinlöschfahrzeug und ein Kommandowagen wurden anlässlich des Jahrtags der Penzberger Feuerwehr eingeweiht.

Penzberg – Nach einem Marsch zum Ehrenmal und der Kranzniederlegung erteilte Pfarrer Bernhard Holz den Fahrzeugen den kirchlichen Segen. „24 Stunden, 7 Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr sind Sie für unsere Sicherheit da“, waren die einleitenden Worte von Bürgermeister Stefan Korpan bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal.

Ausdruck der Achtung und des Respekts vor allen Kameraden sei diese Kranzniederlegung, so Pfarrer Bernhard Holz. Der Geistliche hatte im Anschluss noch eine weitere Aufgabe: drei Fahrzeuge warteten in der Feuerwehrhalle auf die Segnung.

Angeführt von der Stadt- und Bergknappenkapelle Penzberg, begleitet von den Kameraden aus Ehrwald, Mitgliedern der Wasserwacht und vielen Ehrengästen waren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Penzberg zum Ehrenmal marschiert, um den verstorbenen Kameraden die Ehre zu erweisen.

Zurück beim Feuerwehrhaus, präsentierte sich im Hof die Fahrzeugflotte und in der Halle warteten die drei neuen Fahrzeuge. Mit sichtlichem Stolz begrüßte Vereinsvorsitzender Joachim Kollmus die vielen Mitglieder und Gäste, bevor Kommandant Christian Abt die beiden Fahrzeuge vorstellte, die über die Stadt Penzberg beschafft wurden. Das Kleinlöschfahrzeug (KLF) mit Anhänger sei gekauft worden für Gelände mit schmalen Wegen, erläuterte er. Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit sei der Einsatz in einer Kleingarten-Anlage gewesen. „Der Anhänger ist mit einem 500 Meter langen Schlauch und das KLF mit einen 100 Liter Wassertank sowie einer Hochdrucklöschanlage bestückt – da ist die erste Wasserversorgung in jedem Fall gesichert“, versicherte der Kommandant.

Zur Personensuche sei das Fahrzeug auch schon einmal im Nonnenwald eingesetzt worden. Gekostet habe das Gespann knapp 70 000 Euro. Zum gleichen Preis angeschafft worden war der neue Kommandowagen – 15 000 Euro unter Budget. Das Einsatzleiter-Fahrzeug aus dem Jahre 2002 wurde damit ersetzt. Ausgestattet sei das Fahrzeug mit einem Funksystem, einem Notfallrucksack mit Defibrillator sowie verschiedenen Warn- und Absperrgerätschaften. Uwe Wieland, Kreisbrandmeister ABC und Gefahrgut, stellte das größte und auch teuerste Fahrzeug vor, das in Penzberg zwar stationiert ist, aber vom Landkreis mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat Bayern und Zuschüssen aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen sowie Bad Tölz-Wolfratshausen beschafft wurde.

2017 sei der Startschuss für den Gerätewagen Gefahrgut (GWG) gefallen, berichtete er. Zusammen mit dem Landkreis Starnberg und der Stadt Ansbach sollten vier Fahrzeuge beschafft werden. Nicht ganz einfach seien die europaweite Ausschreibung und die Verhandlungen mit den Herstellern gewesen. Die Umsetzung mit der Kombination Fahrgestell und Aufbau habe sich ebenfalls als sehr schwierig erwiesen. Aber schließlich hätte es doch noch geklappt: Im Dezember 2020 konnte die Auslieferung erfolgen.

Die Übungen am Fahrzeug dauerten weitere drei Monate, da wegen des Infektionsschutzes nur kleine Gruppen ausgebildet werden durften. Besonders hervorzuheben sei die modernste Messtechnik im atomaren und chemischen Bereich und eine Wärmebildkamera, die direkt ins Einsatzfahrzeug übertragen kann, so der Kreisbrandmeister. All dies hat seinen Preis: 500 000 Euro kostete das GWG. Viele lobende Worte gab es von den Ehrengästen. Der Stellvertretende Landrat Wolfang Taffertshofer betonte die Wichtigkeit der Feuerwehr, die mit dem Gerätewagen Gefahrgut auch über die Landkreisgrenzen hinaus helfen wird und versicherte den Anwesenden: „Der Landkreis weiß, was er an Ihnen hat!“ Bürgermeister Stefan Korpan schloss sich diesen Worten an. „Die Wertschätzung für die Feuerwehr zeigt sich auch darin, dass die Stadt für die gute Ausstattung der Feuerwehr sorgt“, versicherte er.

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