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Tickets am Penzberger Bahnhof: Josef Herzog (Mitte) setzte sich für einen bedienerfreundlichen Video-Automat ein; hier erklärt er Mitbürgern, wie die alten komplizierten Fahrkarten-Automaten funktionieren.

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Ticketverkauf: Penzberger Bahnhof erhält „Video-Reisezentrum“

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Im November endet am Bahnhof in Penzberg der Fahrkarten-Verkauf am Bahnschalter - weil der Fahrdienstleiter abgezogen wird. Doch die Bahn will eine Alternative schaffen.

Penzberg – Wenn die Deutsche Bahn im November ihren Ticket-Verkauf am Penzberger Bahnhofsschalter beendet, stellt sie als Alternative einen Video-Automaten auf. Diesen Erfolg hat die Stadt Penzberg bei Gesprächen mit der Bahn erzielt. An solchen Automaten können Fahrgäste über eine Ruftaste Verbindung zu einer Reiseberaterin aufnehmen, die das Bahnticket für das gewünschte Ziel ausdruckt. An dem „Video-Reisezentrum“ kann bar oder per Karte bezahlt werden. Das lästige und komplizierte Bedienen des Fahrkarten-Automaten entfällt.

„Das ist wunderbar“, sagte gestern Josef Herzog über die „gute Nachricht“. Der 83-jährige Penzberger hatte einen derartigen Video-Automaten für den Penzberger Bahnhof vorgeschlagen und diesen Wunsch gegenüber dem Rathaus geäußert. Die Stadt Penzberg verhandelte daraufhin mit der Deutschen Bahn. Die Bahn setzt nach eigenen Angaben Video-Automaten seit dem Jahr 2013 ein. Mittlerweile gebe es bundesweit 50 Standorte. Drei davon sind in Peißenberg, Schongau und Peiting.

Laut Penzberger Rathaus will die Bahn den Video-Automaten „zeitnah“ nach dem Abzug des Fahrdienstleiters zum 11. November installieren, zusätzlich zum bestehenden herkömmlichen Automaten. Auf Nachfrage sagte der städtische Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann, dass sich die Bahn nicht auf ein konkretes Datum festlegt. Sie benötige wegen den Vorarbeiten und der Installation eine Vorlaufzeit von sechs Monaten und hoffe, es bis November zu schaffen. Es kann aber auch Dezember oder Januar werden, zitiert Holzmann das Unternehmen. An dem Video-Schalter soll circa 70 Stunden in der Woche eine Beraterin erreichbar sein.

Laut Holzmann sind das mehr als jene 50 Stunden persönlicher Ticketverkauf, zu denen die Bahn in Penzberg bis 2025 vertraglich verpflichtet ist. Den Vertrag erfüllt die Bahn bereits, weil es trotz Abzugs des Fahrdienstleiters im November Zugtickets in einem Reisebüro zu kaufen gibt. Der Video-Automat am Bahnhof ist quasi ein Entgegenkommen der Bahn. „Es ist kein Muss gewesen“, so Holzmann. Eine persönliche Beratung samt Verkauf direkt am Bahnhof sei aber nun mal am sinnvollsten. Als Erfolg wertete die Lösung auch Bürgermeisterin Elke Zehetner. Das „Video-Reisezentrum“ werde eine große Erleichterung „für diejenigen, die mit dem Fahrkartenautomaten und seiner Bedienung Schwierigkeiten haben“.

Noch ein anderer Wunsch von Josef Herzog geht in Erfüllung: Die Wartehalle im Bahnhofsgebäude bleibt geöffnet. Das bestätigte Ordnungsamtsleiter Holzmann. In dem Raum will die Bahn ihm zufolge auch den Video-Automaten aufstellen.

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