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Treue Kollegin: Karin Ratzek-Endreß (l.) und Beate Kreutterer (r.) gratulierten Kathrin Zwerger.

Tierschutzverein zieht Bilanz

460 Anliegen rund um Tierschutz

Der Tierschutzverein Penzberg zog bei der Jahresversammlung Bilanz. Fazit: 2016 hatten die Aktiven gut zu tun.

Penzberg – „Ein sehr, sehr aufregendes und stressiges Jahr war das“: So resümierte Vorsitzende Karin Ratzek-Endreß bei der Jahresversammlung des Tierschutzvereins Penzberg das Jahr 2016. Seit zwölf Monaten führt Ratzek-Endreß den Verein kommissarisch. Unterstützt wird sie von Schriftführerin Beate Kreutterer und von Kathrin Zwerger, die eigentlich die Kasse verwaltet. Zwerger ist seit 25 Jahren im Vorstand für den Tierschutz aktiv. Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurde sie ausgezeichnet.

Insgesamt 460 Anliegen haben die drei Tierschützerinnen in den vergangenen zwölf Monaten bearbeitet. Ein Großteil der praktischen Arbeit des Vereins bestehe aus der Vermittlung von Fundtieren, berichtete Karin Ratzek-Endreß. 123 gefundene, zugelaufene oder abgegebene Haustiere wurden verzeichnet. Darunter waren 81 Katzen, von denen 48 vermitteltet wurden, zwölf wurden an die Besitzer zurückgegeben. Bei den Hunden ist die Rückgabequote hoch: Alle 17 gefundenen Tiere konnten zurückgegeben werden. Einen großen Anteil habe das Internet, so Beate Kreutterer. Tiere, die nicht per Chip identifiziert werden können, werden auf der Homepage und in Facebook gepostet.

Von den 86 als vermisst registrierten Tieren waren 72 Katzen, von denen elf nicht mehr aufgefunden wurden. In 23 Fällen suchten Bürger Rat und Hilfe wegen Wildtieren, vor allem handelte es sich um Vögel. Mit Hilfe von Tierärzten und der Naturschutzwacht Penzberg konnten diese meist versorgt und wieder ausgewildert werden.

Viel Arbeit investieren die Aktiven in das Sammeln von Futter-, Streu- und Spielzeugspenden. Da die Penzberger Tafel nur noch für in Penzberg ansässige Bedürftige geöffnet ist, habe der Vereine eine eigene „Weihnachtstafel“ initiiert. Die Inhalte der Spendenboxen wurden in Tüten abgefüllt. Um den Wünschen der Tierbesitzer besser gerecht zu werden, war ein „Wunschbaum“ aufgestellt worden. In seltenen Fällen seien die Tierarztkosten übernommen worden. Obwohl viele Tierärzte sich bei diesen Behandlungen großzügig zeigten, zehren diese Kosten etwa 80 Prozent der Einnahmen auf, wie aus dem Kassenbericht von Kathrin Zwerger hervorging. Ein großer Teil der Einnahmen basiert auf Spenden, Mitgliedsbeiträgen, Zuschuss der Stadt und Einnahmen aus der Tombola beim Sommerfest.

Ein wichtiges Anliegen des Vereins sei die Kastration von Katzen. Bei einem Gespräch mit Bürgermeisterin Elke Zehetner habe sie einen Antrag auf Kastrationspflicht in Penzberg gestellt, erläuterte Rutzek-Endreß. In dem Gespräch hatte die Vorsitzende deutlich gemacht, wie viel Arbeit der Stadtverwaltung durch den Tierschutzverein erspart bliebe, da diese sich eigentlich um entlaufene und vermisste Tiere kümmern müsse. Die Rathauschefin habe dies anerkennend aufgenommen und zwei Dinge zugesagt. Zum einen werden die Polizei und der Bauhof mit Chip-Erkennungsgeräten ausgestattet, um selbst die Halter herausfinden zu können. Bisher hat das der Tierschutzverein erledigt. Zum anderen werden am Bauhof drei neue Holzfallen zum Einfangen von Katzen gebaut. Zudem wird Rutzek-Endreß dem Stadtrat über die Arbeit des Tierschutzvereins berichten.

Anneliese Steibli

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