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Josef Probst (links) war ein verdienter Stadtrat und wurde 2007 vom damaligen Bürgermeister Hans Mummert für 25 Jahre in dem Gremium geehrt.

Ein Nachruf

Trauer um Josef Probst

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Der langjährige Penzberger SPD-Stadtrat Josef Probst ist im Alter von 68 Jahren verstorben. Wegbegleiter würdigen ihn als engagierten Menschen, dem seine Heimatstadt sehr am Herzen lag.

Penzberg – „Denk‘ ich an Penzberg ... denk’ ich an Heimat. Hier bin ich geboren. Hier möchte ich nie weg.“ Diese Aussage, die Josef Probst im Jahr 2004 gegenüber der Heimatzeitung machte, traf den Kern seines Lebens. Josef Probst war ein Penzberger durch und durch. Schon nach wenigen Tagen Urlaub in Südtirol zog es ihn heim ins Oberland. In der Nacht auf Mittwoch ist das sozialdemokratische Urgestein und langjährige Stadtratsmitglied nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Josef Probst wurde 68 Jahre alt. Er hinterlässt seine Frau und zwei Töchter.

Josef Probst war 46 Jahre Mitglied in der SPD und saß 26 Jahre im Stadtrat, aus dem er 2008 ausschied. Penzbergs Altbürgermeister Hans Mummert würdigt das Engagement seines Weggefährten für die städtische Entwicklung. Probst, der im Bauausschuss mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hielt, wirkte beim Flächennutzungsplan mit, der Industrie und Gewerbe im Nonnenwald ansiedelte. „Er war ein überzeugter Penzberger“, sagt Mummert. Josef Probst kam aus einer Bergarbeiterfamilie und wuchs mit sechs Geschwistern auf. Er machte Abitur und später seinen Diplomingenieur als Landschaftsarchitekt. 1978 gründet er mit seiner Frau Anselma seine eigene Firma für Garten- und Landschaftsbau. Der Wirtschaft und der Ökologie blieb er im Stadtrat verbunden, sei es als Referent für Umwelt und Friedhof, oder im Haupt- und Werkausschuss. „Er hatte eine harte Schale, war aber innen ein sehr sensibler und sozial eingestellter Mensch“, sagt Mummert. Der Verstorbene habe auch viel für Penzbergs Vereine getan.

So wie für die „Huadara“. 25 Jahre stand er dem Verein vor, wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Josef Probst initiierte damals die Ortsteilsteine-Aktion, berichtet Vorsitzender Ludwig Schmuck. CSU-Mann Schmuck saß 18 Jahre lang mit dem SPD-Vertreter Probst zusammen im Stadtrat: „Ich habe seine fachlichen Fähigkeiten sehr geschätzt.“

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