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Trauriger Anblick : die alten überdachten Fahrradständer am Penzberger Bahnhof nahe dem Bahnsteig.

Trauriger Anblick: Pläne für mehr Radl-Komfort am Bahnhof in Penzberg

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In einem heruntergekommenen Zustand befinden sich die Fahrradständer am Penzberger Bahnhof. Der Unterstand nahe dem Bahnsteig bietet einen traurigen Anblick. Doch nun gibt es Überlegungen, eine neue große und überdachte Anlage zu planen – womöglich für mindestens 150 Fahrräder.

Penzberg – Das Wellblechdach ist löchrig, die Pfosten rosten vor sich hin. Auf dem aufgekiesten Streifen stehen dicht an dicht gut 50 Fahrräder, angekettet an den alten Radständern vor einem Gartenzaun. Der Zustand der Abstellanlage war in der Vergangenheit oftmals beklagt worden. Zuletzt hatte die Penzberger Grünen-Fraktion die Radlständer als veraltet und desolat kritisiert. Sie forderten im Januar „moderne, abschließbare Abstellanlagen, die ein beschädigungsfreies Abstellen und eine moderne Sicherung der Fahrräder ermöglichen“.

Im Rathaus hat man diese Forderung aufgegriffen. Im Februar gab es dazu einen Ortstermin mit einem Vertreter der Deutschen Bahn, Abteilung „Station & Service“, der aus Berlin angereist war. Nach Ansicht des Bahnvertreters sollten am Penzberger Bahnhof eine oder mehrere Abstellanlagen für mindestens 150 Fahrräder errichtet werden, teilte dazu das Rathaus mit. Zudem habe er darauf hingewiesen, dass derartige Anlagen finanziell gefördert werden. Dies bezieht sich auf den Abbruch der alten Fahrradständer und den Bau einer neuen überdachten Anlage. Die Planungskosten muss die Stadt dagegen komplett selbst übernehmen. Die Bahn, hieß es, zahlt die Planung nur, wenn es sich um Radlständer ohne Dach handelt. Doch auf ein Dach will die Stadt nicht verzichten.

Laut Rathaus wird die Bahn nun die möglichen Flächen für eine Fahrradabstellanlage prüfen. In den nächsten Wochen rechnet die Stadt mit einer Antwort. Fällt sie positiv aus, kann sie die Planung beginnen. Bereits bis zum 31. März muss sie zugleich Unterlagen zur Genehmigung bei der Bahn einreichen, um in den Genuss der finanziellen Förderung zu kommen. Die Stadt hat bereits ein Planungsbüro mit der Bearbeitung der Antragsunterlagen beauftragt.

Bei dem Förderprogramm handelt es sich um die „Bike+Ride-Offensive“, auf die bereits die Grünen in ihrem Antrag hingewiesen hatten. Bahn und Bundesumweltministerium wollen damit bundesweit bis Ende 2022 bis zu 100 000 zusätzliche Bike+Ride-Plätze an den Bahnhöfen schaffen. Auf diese Weise soll es attraktiver werden, den Weg zum Bahnhof mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Förderung soll bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.

Wie berichtet, war das Penzberger Bahnhofsgebäude und das umliegende Areal auf der Prioritätenliste der Stadt nach hinten gerückt. Der Stadtrat verschob das Thema auf die Zeit nach der Kommunalwahl 2020. Die Ausnahme bilden die Fahrradparkplätze, wie Bürgermeisterin Elke Zehetner bereits im Februar ankündigte. Dort, erklärte sie, solle etwas „zeitnah“ geschehen. Die Anlage solle „neu und zeitgemäß“ sein. Zu dem aktuellen Standort könnte dafür ein Streifen des dahinter liegenden städtischen Grundstücks zugeschlagen werden.

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