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Die Turnhalle am Josef-Boos-Platz in Penzberg, hier ein Bild von der Baustelle im Mai.

Turnhalle: Termin für Wiedereröffnung wackelt

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Der Termin für die Wiedereröffnung der Turnhalle am Josef-Boos-Platz in Penzberg wackelt. Sie ist seit über zwei Jahren geschlossen.

Schon mehrmals wurde der Termin für eine Wiedereröffnung der Penzberger Sporthalle am Josef-Boos-Platz verschoben. Zuletzt wurde der Juni 2018 anvisiert. Doch jetzt wackelt angeblich auch dieser Termin. Bürgermeisterin Elke Zehetner erklärte auf Anfrage, dass dieser Eröffnungstermin „aller Voraussicht nach“ nicht zu halten sei. Es sei sogar unsicher, sagte sie, ob die Halle zum Schuljahresbeginn im September 2018 wieder zur Verfügung steht.

Schon seit Juni 2015 wurde in der Turnhalle am Josef-Boos-Platz, die der Stadt Penzberg und dem Landkreis Weilheim-Schongau gehört, kein Sport mehr getrieben. Sie diente zunächst – bis März 2016 – der Regierung von Oberbayern als Asyl-Erstaufnahmestelle. Als sie danach auf Schäden untersucht wurde, traten Mängel zutage, die aus der Bauzeit der Halle vor 30 Jahren herrühren. Außerdem wurde mineralfaserhaltiges Dämmmaterial in Decke, Wänden und Boden entdeckt. Aus einer Instandsetzung wurde so eine umfangreiche Sanierung.

Derzeit würden die Arbeiten „in gedrosseltem Tempo“ laufen, erklärte Bürgermeisterin Zehetner auf Nachfrage. Der Grund sind ihr zufolge Verhandlungen mit dem Landkreis, in denen es allgemein um die Kostenübernahme und speziell um den zusätzlichen Bau einer ausziehbaren Tribüne für die Halle am Josef-Boos-Platz geht. Schwierig macht die Einigung nach Zehetners Worten, dass dies alles vor dem Hintergrund eines geplanten „Hallentausches“ zwischen Stadt und Landkreis stattfindet. Dieser Tausch könne die Stadt nur mitmachen, sagte Zehetner, „wenn die Konditionen so sind, dass die Vereine zufrieden sind“.

Wie berichtet, wird dieser „Hallentausch“ seit längerem zwischen Stadt und Landkreis diskutiert. Die Sporthalle am Josef-Boos-Platz sowie die alte Turnhalle am Wellenbad gehören Stadt und Landkreis zusammen. Eine Möglichkeit wäre, dass der Landkreis die alte Wellenbad-Turnhalle und die Stadt im Gegenzug die Turnhalle am Josef-Boos-Platz übernimmt. In diesem Fall hätte die Stadt aber keine Halle mit ausziehbarer Tribüne, so Zehetner. Die Stadt will, dass der Landkreis diese mitfinanziert. Ein anderer Punkt ist offenbar, dass die Stadt weiter ein Mitspracherecht bei der Vereinsbelegung der alten Wellenbad-Halle haben will, auch wenn sie nach einem Tausch dem Landkreis gehört.

„Wir sind im Gespräch, aber noch nicht zu einem Ergebnis gekommen“, erklärte Kreiskämmerer Norbert Merk dazu auf Nachfrage. Das gilt ihm zufolge sowohl für die Bühnen-Investition als auch für den Hallentausch und für die Belegung der alten Wellenbadhalle. Es liege im Interesse des Landkreises, dass dort – wenn sie dem Landkreis gehört – örtliche Vereine gute Zeiten erhalten, erklärte Merk, aber eben auch Vereine aus anderen Landkreis-Kommunen.

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