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So sah die Turnhalle im vergangenen Sommer aus. Viel hat sich nicht geändert.

Turnhalle: Wiedereröffnung steht in den Sternen

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Die Turnhalle am Josef-Boos-Platz in Penzberg wird auch zum Schuljahresbeginn im September 2018 nicht fertig sein. Die Wiedereröffnung steht in den Sternen.

Penzberg - Was bisher nur eine Vermutung war, wird zur Gewissheit. Die Turnhalle am Josef-Boos-Platz in Penzberg wird auch zum Schuljahresbeginn im September 2018 nicht fertig sein. Die Sanierung hat noch nicht begonnen. In der Turnhalle laufen derzeit Untersuchungen, um einen Förderantrag an die Regierung von Oberbayern zu stellen. Dabei wird geprüft, ob mehr saniert werden sollte, als bisher bekannt. Der Vorteil: Es könnte viel Fördergeld vom Freistaat fließen. Der Nachteil: Die Wartezeit, bis die Halle wieder zur Verfügung steht, dauert weit länger als gedacht. Vermutlich wird es das ganze Jahr 2018 nichts mit der Wiederöffnung.

Bürgermeisterin Elke Zehetner und Kreiskämmerer Norbert Merk bestätigten auf Anfrage, dass es zum Schuljahresbeginn 2018 nichts mit der Fertigstellung der Turnhalle wird. Zehetner erklärte, dass sie bereits Brandbriefe vom Verein Solidarität sowie von der Bürgermeister-Prandl-Grundschule und der Mittelschule erhalten hat. „Sie brauchen eine Perspektive“, so Zehetner. Sie will, dass sich der Stadtrat zum nächstmöglichen Termin mit der Situation befasst.

Das Datum für eine Wiedereröffnung wurde schon mehrmals verschoben. In der Turnhalle am Josef-Boos-Platz wird seit Juni 2015 kein Sport mehr getrieben. Sie diente zunächst bis März 2016 der Regierung von Oberbayern als Asyl-Erstaufnahmestelle. Als sie danach auf Schäden untersucht wurde, traten Mängel zutage, die aus der Bauzeit vor knapp 30 Jahren herrühren. Außerdem wurde mineralfaserhaltiges Dämmmaterial in Decke, Wänden und Boden entdeckt. Aus einer Instandsetzung wurde so eine umfangreiche Sanierung.

Eigentlich sollten heuer die Betonbodenplatte saniert und das Dachtragwerk verstärkt werden. Geschehen ist dies aber noch nicht. Denn die Planer erhielten den Auftrag, erst die Halle in Gänze für den Förderantrag zu untersuchen.

Unabhängig von der Hallen-Sanierung läuft die seit längerem geführte Debatte um einen Hallentausch. Der Stadt und dem Landkreis gehören die Sporthalle am Josef-Boos-Platz sowie die alte Turnhalle am Wellenbad zu jeweils 50 Prozent. Die neue Halle neben dem Wellenbad gehört dem Landkreis vollständig. Laut Bürgermeisterin Zehetner soll sich der Stadtrat in seiner November-Sitzung mit der Frage befassen, ob die Stadt die Halle am Josef-Boos-Platz kauft. Zugleich, so Zehetner, könnte die Stadt ihre Hälfte an der alten Wellenbadturnhalle behalten – um die Belegung durch Penzberger Vereine zu sichern. „Außer der Stadtrat meint, dass das Belegungsrecht für Penzberger Vereine am Nachmittag gesichert ist, dann hätten wir nichts dagegen, wenn der Landkreis die städtischen 50 Prozent kauft“, so Zehetner. Der Vorteil dieser zweiten Variante würde ihr zufolge darin liegen, dass die Stadt bei nötigen Sanierungen der alten Wellenbad-Turnhalle finanziell außen vor wäre.

Wichtige Voraussetzung für eine Entscheidung ist laut Bürgermeisterin, dass der Wert beider Hallen ermittelt wird. Das bestätigt Kreiskämmerer Merk. Er plädiert zudem dafür, erst die Eigentumsverhältnisse der Hallen zu klären, bevor ein Förderantrag für die Sanierung der Halle am Josef-Boos-Platz gestellt wird. Wenn es nur einen Eigentümer gibt, so Merk, vereinfache das die Sache.

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