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Umbaupläne: Die Unterführung unter den Bahngleisen verläuft entlang des Schwadergrabens. Die Holzbrücke (im Vordergrund) wird abgerissen. Über den Bach soll in dem Bereich ein Gitterrost gelegt werden. 

Unterführung am Schwadergraben

Auf einem Gitterrost über den Bach

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Penzberg - Derzeit laufen die Vorbereitungen, um die Unterführung entlang des Schwadergrabens sicherer zu machen. Es wird aber noch bis zur Realisierung dauern.

 Eigentlich hat die Stadt im vergangenen Dezember den kleinen Tunnel unter den Bahngleisen nahe der Bürgermeister-Prandl-Schule aus Sicherheitsgründen gesperrt. In der Realität nutzen ihn die Fußgänger nach wie vor als wichtige Verbindung für die südlichen Ortsteile. Eine Zeit lang war der Tunnel mit Baken zugestellt, die aber immer wieder zur Seite geschoben wurden. Jetzt weist nur noch ein Schild auf das Verbot hin – das auch schon umgelegt wurde. Das Verbot gilt nach Auskunft des Ordnungsamts so lange, bis der Weg umgebaut ist. Das heißt: Kinder sollen davor bewahrt werden, in den Bach zu fallen, wie es eine Mutter gefordert hatte. Auch wenn, wie viele Nutzer sagen, noch nie etwas passiert ist.

Derzeit laufen die Vorbereitungen, um die Unterführung entlang des Schwadergrabens zwischen der Ludwig-März-Straße und der Südstraße sicherer zu machen – der Bauausschuss hatte dies im vergangenen Februar beschlossen.

Die aktuellen Pläne sehen laut Stadtbauamt vor, dass über das schmale Bachbett in der Unterführung ein Gitterrost gelegt wird, und zwar so, dass er mit dem angrenzenden Betonweg eine Ebene bildet. Das bedeutet, dass die Stadt in der Unterführung kein Geländer anbringen muss. Gegen die Geländer-Variante bestanden seitens des Wasserwirtschaftsamtes ohnehin Bedenken, weil sich bei Hochwasser Holz und andere Gegenstände verfangen und den Bach aufstauen könnten – die Stadt hätte deswegen ein umklappbares Geländer installieren müssen, was teuer gekommen wäre. Nun spart sie sich das Geld. Außerdem, so sehen es die aktuellen Pläne vor, wird die kleine Holzbrücke auf der Seite der Ludwig-März-Straße abgebrochen. Als Ersatz wird laut Stadtbauamt auch dort ein Gitterrost über den Bach gelegt. Für die Fußgänger bedeute das, dass sie noch ein Stück länger auf der südlichen Bach-Seite gehen werden und den Schwadergraben dann im Tunnel queren können, erklärte Stadtbaumeister Justus Klement auf Nachfrage. Dadurch spare man sich den Bau einer neuen Brücke samt Geländer.

Der nötige Grunderwerb auf der Seite der Wohnhäuser sei vollzogen, die Planung mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt, erklärte Klement. Weil die Firmen derzeit voll mit Aufträgen sind und die Stadt deshalb wenig Angebote erwartet, wird die Ausschreibung der Arbeiten wohl erst im Herbst erfolgen. „Wir hoffen, dass wir dann eine Firma finden, die möglichst bald dafür Zeit hat.“

Wie berichtet, sieht sich die Stadt Penzberg zu der Sperrung aus haftungsrechtlichen Gründen gezwungen. Eine Mutter hatte schriftlich Beschwerde eingereicht: Es bestehe eine potenzielle Gefahr, dass ihr schulpflichtiges Kind in den Bach falle, schrieb sie damals. Weil es sich um eine wichtige Abkürzung für die Bewohner der südlichen Ortsteile handelt, kam es daraufhin zu Protesten. Deshalb begannen die Überlegungen für eine Absicherung. Bei der Bauausschuss-Sitzung im Februar, in der die Gitterrost-Lösung abgesegnet wurde, ging eine Schätzung von 60 000 Euro Kosten aus.

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