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Zerrissene Kleidersäcke auf dem Boden: Der Altkleidercontainer am Edeka-Parkplatz ist mit Matratzen verstopft.

Das ärgert viele Penzberger: Volle Kleidercontainer und aufgerissene Säcke

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Die Kleidercontainer sind voll. Davor liegen haufenweise Plastiktüten - zum Teil zerfleddert. Alles andere als ein schöner Anblick in Penzberg. Wir haben nachgefragt.

Penzberg - Aufgerissene Säcke mit Kleidern und Schuhen liegen zwischen den Containern. Aus den schmalen Öffnungen quellen große Matratzen. „Eine Sauerei“, sagt eine Frau. „Fast schon ein normaler Anblick“, pflichtet eine andere bei. Der Kleiderberg und die vollen Container befinden sich im hinteren Bereich des Edeka-Parkplatzes an der Grube in Penzberg – und sorgen in der Bevölkerung für Verärgerung.

Der städtische Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann erklärte am Mittwoch dazu auf Anfrage, dass die Stadt keine Handhabe habe, wenn der Container auf einer privaten Fläche steht. Und das ist bei diesem Altkleidercontainer der Fall. Anders ist es bei Containern auf öffentlichem Grund.

Auf den Besitzer des Containers am Edeka-Parkplatz weist ein Schild an der Vorderfront hin: die „Thomas Doll Textilrecycling GmbH“. Sie hat ihren Sitz in Heilbronn. Auf Nachfrage unserer Zeitung heißt es dort, dass dieser Container – der einzige der Firma in Penzberg – wöchentlich geleert werde. Manchmal passiere es aber, dass sich die Kleider vor den Containern stapeln, zum Beispiel, wenn jemand einen Haushalt auflöst, so das Unternehmen. Gebe es Rückmeldungen werde ein Fahrer auch außerhalb der Reihe dorthin geordert. Im aktuellen Fall, versicherte die Firma am Donnerstag, „werden wir gleich jemand vorbeischicken“. Und was passiert mit dem Kleiderbergen neben den Containern und den Matratzen? „Wir sind gesetzlich verpflichtet, alles mitzunehmen“, so die Firma. Die Matratzen würden entsorgt, die Kleider und Schuhe nach Qualität sortiert und weiterverkauft. Bis Freitagvormittag ist allerdings noch nichts geschehen.

Ein anderer Kleidercontainer, der überquoll oder vor dem Plastiksäcke stehen, befindet sich an der „Straße des 28. April 1945“ gegenüber dem Rewe-Markt. Er steht auf öffentlichem Grund und gehört der „Aktion Hoffnung“, einer gemeinnützigen Organisation der Diözese Augsburg und von „Missio“ in München. Mit der „Aktion Hoffnung“ arbeitet seit einigen Jahren auch die katholische Pfarrei Christkönig zusammen – sie liefert der Organisation die Kleider aus den eigenen Sammlungen (die nächste findet am Samstag, 14. April, statt). Die „Aktion Hoffnung“ verspricht, dass durch die Kleidung weltweite Entwicklungsprojekte finanziert werden, vor allem die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Ihren Angaben nach hat sie zehn Container in Penzberg. Ihr Fahrer leere sie je nach Erfahrungswert, manche zwei oder ein Mal die Woche, andere 14-tägig.

Gibt es Beschwerden bei öffentlichen Standorten, hat das Ordnungsamt mehr Einfluss. Laut Holzmann wird dann bei den Aufstellern angerufen. An Beschwerden wegen des „Aktion Hoffnung“- Containers an der „Straße des 28. April 1945“ kann er sich allerdings nicht erinnern.

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