Verkehrspolizei: Wer war der Geisterfahrer auf der A95?

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Die Polizei sucht nach einem Fahrer, der am Dienstag bei Penzberg als Geisterfahrer auf die A95 fuhr. Kurz danach ereignete sich - unabhängig davon - ein Unfall auf der Autobahn.

Penzberg - Laut Polizeiangaben sah am Dienstag gegen 11.15 Uhr ein 53-jähriger Germeringer, als er gerade an der Anschlussstelle Penzberg/Iffeldorf vorbeifuhr, wie ein silberfarbener Pkw im Begriff war, verbotswidrig über die Abfahrspur auf die A95 in Fahrtrichtung Garmisch zu fahren. Der Zeuge verständigte deshalb sofort die Polizei. Ob der unbekannte Fahrer dann tatsächlich auf der Autobahn weiterfuhr oder ob er sein falsches Auffahrmanöver noch im letzten Moment auf der Abfahrspur abbrach, konnte der Germeringer nicht mehr sehen, so die Verkehrspolizei. Ihr liegen momentan keine weiteren Meldungen zu einem Geisterfahrer vor. Sie bittet mögliche weitere Zeugen, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim in Verbindung zu setzen: Telefon 0881/640-302.

Unabhängig davon kam es am Dienstag gegen 11.50 Uhr auch zu einem Unfall auf der A95, an dem drei Fahrzeuge beteiligt waren und zwei Personen leicht verletzt wurden. Er ereignete sich bei der Anschlussstelle Schäftlarn in Fahrtrichtung München. Nach bisherigen Ermittlungen fuhren laut Polizei ein Sattelzug, der von einem 49-jährigen Münchner gelenkt wurde, und eine 32-jährige Schäftlarnerin mit ihrem VW Polo auf die A95 auf. Die Polo-Fahrerin soll sich schon auf der rechten Fahrspur befunden haben, als der vor ihr fahrende, aber wohl noch auf der Einfädelspur befindliche Sattelzug nach links zog. Die Frau zog deshalb auf die äußere linke Fahrspur, um einen Zusammenstoß mit dem Sattelzug zu verhindern. Auf der linken Fahrspur musste daraufhin ein laut Polizei mit hoher Geschwindigkeit in einem BMW X6 folgender 28-jähriger Garmisch-Partenkirchner eine Vollbremsung hinlegen. Er konnte eine Kollision aber nicht mehr verhindern. Der Polo schleuderte anschließend quer zur Fahrbahn, der BMW hingegen kam zirka 200 Meter weiter auf dem Seitenstreifen zum Stehen.

Die beiden Pkw-Fahrer kamen leicht verletzt mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus. An den ihren  Fahrzeugen, die beide nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt werden mussten, entstand ein Gesamtschaden in Höhe von zirka 15.000 EUR.

Der Verkehr konnte während der Unfallaufnahme an der Unfallstelle vorbei geleitet werden, so dass es laut Polizei zu keinen nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam.

Rubriklistenbild: © dpa

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