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Volkshochschule 

VHS will „Bildungszentrum“ für Penzberg

Volkshochschulen leiden deutschlandweit unter sinkenden Teilnehmerzahlen. Auch die VHS in Penzberg. Deshalb wird über den Tellerrand hinaus geblickt. Kooperation heißt das Zauberwort.

Penzberg – Katja Wippermann ist seit Juli Leiterin der Penzberger Volkshochschule (VHS). Wie berichtet, folgte die 49-Jährige auf Dieter Schubert, der in den Ruhestand ging. Die studierte Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin, die in der Sozial- und Marktforschung tätig war, hat den Posten in einer Zeit des Wandels übernommen.

Die klassische Erwachsenenbildung muss sich neu positionieren. Natürlich wolle sie Bewährtes fortführen, sagt Wippermann in ihrer Zwischenbilanz nach drei Monaten – so ist auch in diesem Herbst- und Wintersemester die Gesundheit der Schwerpunkt, diese Angebote brummen nach wie vor.

„Aber wir müssen neue Kundengruppen erschließen“, mahnt die VHS-Leiterin. „Auch wir spüren einen Besucherrückgang.“ Volkshochschule-Kunden sind in Penzberg aus dem „Schwerpunkt 60 plus“, sagt Wippermann. Ziel sei es, die Angebote für Jugendliche auszubauen, aber auch jüngere Erwachsene anzusprechen.

Katja Wippermannleitet die PenzbergerVolkshochschule. Foto: AB

Bürgermeisterin Elke Zehetner räumt durchaus einen „etwas verstaubten Touch“ bei den Kursangeboten ein. Dennoch habe die VHS immer noch „ein großes Pfund“: Menschen für etwas begeistern zu können. Dennoch müsse sich Penzbergs Volkshochschule an die Zukunft anpassen, mahnt die Rathauschefin. Aber bei allem Reformwillen: „Es bleibt eine Erwachsenenbildungs-Einrichtung“, betont Leiterin Wippermann – schon allein, weil dies eine Förderbedingung ist.

Helfen sollen Kooperationen. „Vor allem vor Ort“, so Wippermann. Zwei Mitstreiter sind ausgemacht: die städtische Musikschule und die Stadtbücherei. Erste Gespräche gab es bereits, abgeneigt scheint keiner zu sein.

Mit der Bücherei um Leiterin Katrin Fügener wurde bereits eine gemeinsame Veranstaltung auf die Beine gestellt: Am 17. Oktober hält Werner Menner, der langjährige Außenpolitik-Redakteur beim „Münchner Merkur“, in der Bücherei einen Syrien-Vortrag.

Das soll keine Eintagsfliege bleiben. Für Mai 2019 ist mit der Bücherei eine Lesung samt Kabarett mit dem Schauspieler Mathias Kopetzki terminiert. Wippermann denkt aber weiter. Ihr schwebt „ein Bildungszentrum“ in Penzberg vor. Zusätzlich zum Programm will sie mit Bücherei und Musikschule Veranstaltungen organisieren.

Konkret angegangen werde das Vorhaben im kommenden Jahr. Eine Idee, die auch die Bürgermeisterin unterstützt, Zwar ist noch unklar, wo die Angebote räumlich untergebracht werden, aber einen logistischen Vorteil sieht Elke Zehetner schon mal: Alle drei Einrichtungen finden sich mit ihren Büros konzentriert in der Rathauspassage.

Volkshochschulen kooperieren eng miteinander

Kooperationen finden bereits auf stadtübergreifender Ebene statt: Im Mai nahm der neu gegründete „Verbund der Volkshochschulen im Pfaffenwinkel“ mit den Einrichtungen in Penzberg, Peißenberg, Peiting und Schongau seine Arbeit auf. Die Projektleitung der Arbeitsgemeinschaft hat die Peißenberger VHS-Chefin Mechthild Merz. Abgestimmt wird sich in einem ersten Schritt bei der Homepage-Gestaltung und den Kursen.

Eines wird sich aber für die Penzberger VHS nicht ändern: „Die Stadt ist unser wichtigster Zuschussgeber“, sagt Wippermann. Bei rund 300 000 Euro liegt der Jahresetat, ein Drittel schießt die Kommune dazu. Der Rest finanziert sich über staatliche Förderungen und der Großteil über Kursgebühren der Teilnehmer.  ab

Kursleiter gesucht

Interessenten können sich bei der VHS Penzberg melden (Telefon 08856/3625 oder E-Mail info@vhs-penz berg.de).

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