Über den Stadtplan legten Pfarrer Bernhard Holz und sein Team ein Raster: Das Ergebnis waren knapp 30 Orte, an denen an Heiligabend nun kleine Freiluft-Gottesdienste gefeiert werden sollen.
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Über den Stadtplan legten Pfarrer Bernhard Holz und sein Team ein Raster: Das Ergebnis waren knapp 30 Orte, an denen an Heiligabend nun kleine Freiluft-Gottesdienste gefeiert werden sollen

An verschiedenen Orten im Stadtgebiet

Heiligabend in Penzberg: Christkönig plant viele kleine Freiluft-Gottesdienste

  • vonWolfgang Schörner
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Die katholische Pfarrei Christkönig in Penzberg will zu Heiligabend an fast 30 verschiedenen Orten im Stadtgebiet kleine Freiluft-Gottesdienste feiern. Sie sollen am 24. Dezember gleichzeitig um 16 Uhr beginnen. „Weihnachten steht vor der Tür, im doppelten Sinne“, sagt Pfarrer Bernhard Holz – nämlich auch vor der Haustür.

Penzberg – Wie können während der Corona-Pandemie an Heiligabend Gottesdienste gefeiert werden, an denen viele Menschen teilnehmen, ohne dass sie in vollen Kirchen sitzen? Schon seit den Sommerferien habe man sich darüber im Team Gedanken gemacht, erzählt der katholische Pfarrer Bernhard Holz. Die Penzberger Pfarrei Christkönig hatte damals in ihren Gottesdiensten bereits auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet. Aber was ist an Weihnachten? Bei ihren Überlegungen stießen die Penzberger auf die Weilheimer Idee, die Heiligabend-Gottesdienste nicht nur im Freien zu feiern, sondern dies auch dezentral zu tun, um große Menschenansammlungen zu vermeiden.

Freiluft-Gottesdienst sollen am Heiligabend alle um 16 Uhr beginnen

So soll es nun auch in Penzberg laufen. Einziger Unterschied, so Pfarrer Holz: Die kleinen Freiluft-Gottesdienste in Penzberg sollen gleichzeitig um 16 Uhr beginnen. In Weilheim sind sie über mehrere Stunden verteilt. Man habe ein Raster über den Stadtplan gelegt und geschaut, dass man möglichst viele Gebiete abdecken kann. So kam man auf etwa 30 Orte. Mal war es ein Schulhof, mal ein Spielplatz, mal ein Wendehammer. Laut Holz stehen sie zum Teil noch unter Vorbehalt, bei anderen Plätzen ist es noch offen, ob sie tatsächlich genutzt werden können. Im Großen und Ganzen seien sie aber fix.

Pfarrei Christkönig: „Weihnachten steht vor der Haustür“

„Weihnachten steht vor der Tür, im doppelten Sinn“, sagt der Pfarrer. Also nicht nur, dass die Weihnachtszeit beginnt, sondern dies auch – an knapp 30 Orten – direkt vor der Haustür geschieht. Für die fast 30 Plätze habe man jeweils einen Ehrenamtlichen, der sich wiederum selbst Helfer sucht. Insgesamt dürften es auf diese Weise 70 bis 80 Ehrenamtliche werden, die bei der Gestaltung helfen. Die Freiluft-Gottesdienste sollen etwa 20 Minuten dauern und mit dem 16-Uhr-Läuten beginnen. Der Ablauf ist jeweils ähnlich: Gebet, Weihnachtsevangelium, Vater unser und ein Segensspruch, optional auch Fürbitten. Gemeinsam gesungen werden darf laut Pfarrer Holz zwar nicht, möglich ist aber, dass eine Einzelperson ein Lied anstimmt.

Auf diese Weise hätten viele Menschen die Möglichkeit, an einem Gottesdienst teilzunehmen, so Holz, gerade Familien, die in den vergangenen Jahren am Nachmittag gern die Kinderkrippenfeiern besucht haben. Der Pfarrer und die Hauptamtlichen werden in der Nähe des Pfarrhauses bleiben, um einzuspringen, falls ein Ehrenamtlicher kurzfristig ausfällt. Aber auch wer nicht teilnehmen kann, ist laut Holz nicht allein. „Wir werden im Gebet verbunden sein, mit jedem, der zu Hause bleibt.“

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