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Volles Haus beim Seniorennachmittag auf dem Volksfestzelt.

Stadtjubiläum

Volksfest-Bilanz in Penzberg: Meistens friedlich – manchmal nass

Das Penzberger Volksfest ist zu Ende. Trotz so mancher Regentage zieht Festwirt Christian Fahrenschon eine recht positive Bilanz. Für nächstes Jahr stellt er an die Stadt aber klare Bedingungen.

Penzberg – Einige Regentage gab es ja schon beim Penzberger Volksfest 2019. Trotzdem ist Festwirt Christian Fahrenschon nicht unzufrieden mit dem Festverlauf. „Es war eine rundherum gelungene Veranstaltung“, bilanziert er. Allerdings habe der Regen insbesondere am zweiten Volksfest-Wochenende die Bilanz getrübt. „Das hätte besser sein können. Aber wir sind zufrieden“, so Fahrenschon. Anders als in diesem Jahr, sei dieses Wochenende in den Vorjahren immer das stärkere der beiden Festwochenenden gewesen.

Fahrenschon vermutet, dass witterungsbedingt heuer rund 20 000 Besucher auf die Berghalde gekommen sind – also rund 5000 weniger als im vergangenen Jahr. „Sehr gut besucht“ seien heuer die beiden Aktionstage gewesen: der Familien-Nachmittag und der Gratis-Nachmittag von „Penzberg hilft“.

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Für „ein bisschen Probleme“ habe die „konsequente Geländeräumung“ gesorgt. Bei Regen sei es mitunter auch schwer gewesen, das Festzelt pünktlich um 24 Uhr beziehungsweise um 1 Uhr – den Auflagen entsprechend – zu räumen. Obwohl Fahrenschon betont, dass der Ausschank pünktlich beendet worden sei. Viele Besucher hätten zudem nicht verstanden, dass sie dann nicht nur das Festzelt räumen, sondern auch das gesamte Festgelände verlassen müssen. Zwischen 6 und 10 Einsätze hätten die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes insgesamt gehabt. Alles laut Fahrenschon „kleinere Einsätze“, die aber meist in Zusammenhang mit der Zelträumung gestanden hätten. Polizei-Einsätze habe es „keinen einzigen“ gegeben.

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Die Polizei Penzberg verzeichnet in Zusammenhang mit dem Volksfest indes mehrere Delikte. Wie Dienststellenleiter Jan Pfeil auflistet, waren das ein Diebstahl, mehrere einfache, aber auch eine gefährliche Körperverletzung sowie zwei Beleidigungsdelikte. Eine Person sei wegen ihrer Alkoholisierung in Schutzgewahrsam genommen worden.

Eine weitere Person sei nach begangener Körperverletzung in Sicherheitsgewahrsam genommen worden, um zu verhindern, dass sie weitere Straftaten begeht. „Dabei leistete die Person Widerstand gegen die Vollstreckungsbeamten“, so Pfeil. Zwei Beamte seien leicht verletzt worden. Bei mehreren Jugendlichen seien Zigaretten und hochprozentiger Alkohol sichergestellt worden. Außerdem verhinderten die Polizisten eine Trunkenheitsfahrt. Ein weiterer Volksfestbesucher habe sich nach dem Konsum von Betäubungsmitteln hinters Steuer gesetzt. „Bei ihm wurde auch noch eine geringe Menge Cannabis aufgefunden“, so Pfeil.

Festwirt Fahrenschon würde nächstes Jahr „gerne wieder kommen“, und fügt hinzu: „Aber nicht um jeden Preis.“ Mit den Auflagen in diesem Jahr war er nicht zufrieden – obwohl – wie berichtet – der Betrieb im Zelt an vier Abenden statt bis 24 Uhr bis 1 Uhr erlaubt war. Fahrenschon würde sich wünschen, dass der Betrieb im Zelt an allen Tagen bis 1 Uhr möglich wäre. Dazu stünden in den kommenden Wochen Gespräche mit der Stadt an. Sollte man dort an den Schankzeiten von diesem Jahr festhalten, möchte Fahrenschon, dass zumindest die Verpflichtung zur Geländeräumung abgeschafft wird. Von Franziska Seliger

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