Gut besucht war der überdachte Biergarten beim Penzberger Volksfest 2021 vor allem am vergangenen Wochenende. Bis zu 2000 Besucher kamen da täglich auf die Berghalde, schätzt Festwirtin Claudia Fahrenschon.
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Gut besucht war der überdachte Biergarten beim Penzberger Volksfest 2021 vor allem am vergangenen Wochenende. Bis zu 2000 Besucher kamen da täglich auf die Berghalde, schätzt Festwirtin Claudia Fahrenschon.

Wird es 2022 wieder eines geben?

Volksfest: Die Meisten kamen zum Schluss

  • Franziska Seliger
    VonFranziska Seliger
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Das Penzberger Volksfest ist am Sonntag zu Ende gegangen. Und obwohl es nicht viel mehr war als ein überdachter Biergarten mit einem Kinderkarussell und einigen Essensbuden, zieht die Festwirtsfamilie eine recht positive Bilanz. Auch bei Stadt und Polizei ist man zufrieden. Trotzdem bleibt die Frage: Wird es 2022 wieder eine Penzberger Wiesn geben?

Penzberg – Wer Christian Fahrenschon am Montagvormittag zu erreichen versuchte, hatte Pech: Der Festwirt des Penzberger Volksfestes war schon weitergezogen. Nach Unterschleißheim, wo er den Aufbau des dortiges Volksfestes beaufsichtigt. Anders als in Penzberg, so berichtete seine Frau Claudia, dürfen dort außer einem überdachten Biergarten auch ein Autoscooter sowie ein Kettenkarussell und sogar eine kleine Achterbahn aufgebaut werden. So ein kleiner Vergnügungspark war heuer auch auf der Berghalde geplant. Doch weil Festwirtsfamilie und Schausteller die damit verbundenen Auflagen des Landratsamtes Weilheim an die Anzahl des Sicherheitspersonals als zu hoch empfunden hatten, wurden die Fahrgeschäfte noch vor Beginn der Penzberger Wiesn wieder abgebaut (wir berichteten). Übrig blieben ein überdachter Biergarten, in dem maximal 1000 Personen Platz nehmen durften, sowie einige Buden und ein Kinderkarussell.

Doch trotz des Wegfalls der allermeisten Fahrgeschäfte zog Festwirtin Claudia Fahrenschon am Montag nun eine recht positive Bilanz der zehntägigen Veranstaltung:

Waren an den ersten Tagen durchschnittlich 800 große und kleine Gäste pro Tag auf die Berghalde gekommen, so habe der Besucherstrom am letzten Volksfest-Wochenende noch einmal deutlich zugenommen. Das zweite Wochenende sei „sehr gut“ gelaufen. „Von Freitag bis einschließlich Sonntag waren es etwa 1500 bis 2000 Menschen jeden Tag“, überschlägt Claudia Fahrenschon. Und die hätten jede Menge Hunger mitgebracht – vor allem auf Entenbraten. „Die haben uns die Küche noch mal richtig leer gegessen“, freute sich die Festwirtin und betonte: „Das Penzberger Publikum ist toll. Die Stadt und ihre Menschen stehen zu ihrem Festwirt.“

Auch die Stadt zieht eine positive Bilanz des diesjährigen Volksfestes, das unter dem Titel „Plan B“ gelaufen ist. „Es war die Alternative, die möglich war. Und aus dieser Situation hat man das beste gemacht“, findet Thomas Sendl vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Das Konzept des überdachten Biergartens habe gut funktioniert. Auch bei Hygiene- und Sicherheitskonzept habe es keine Probleme gegeben, so Sendl.
Auch aus Sicht der Penzberger Polizei verlief das Fest gut. „Weite Strecken war es sehr ruhig“, bilanziert ein Polizei-Sprecher. Lediglich kleinere Auseinandersetzungen habe es gegeben.
Und wie steht es um die Zukunft des Volksfestes? Immerhin hatte Christian Fahrenschon vor Beginn der Veranstaltung und auch noch vergangene Woche angedeutet, er werde sich als Festwirt möglicherweise zurückziehen. Denn die vergangenen Monate mit der Corona-Pandemie hätten ihm arg zugesetzt. Auch gesundheitlich.

Doch seine Frau beruhigt alle Freunde des Penzberger Volksfestes. „Wir, als Festwirtsfamilie, kommen auf jeden Fall wieder“, versichert sie. Denkbar sei aber, dass ihre Kinder dann denn Betrieb führen und sie und ihr Mann nur noch unterstützen.
Bei der Stadt hofft man, „dass nächstes Jahr wieder alles normal“ läuft, so Sendl. Mit der Familie Fahrenschon habe man zwar noch nicht über die Penzberger Wiesn 2022 gesprochen. „Aber wir werden uns rechtzeitig mit ihr in Verbindung setzen – sicher noch dieses Jahr.“

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