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Sieben bis acht Maßkrüge kann Jana Klingenberg tragen.

Lächeln hilft immer

Volksfest Penzberg: Bedienung mit psychologischer Schulung

Beim Penzberger Volksfest hat Bedienung Jana Klingenberg eine großen Vorteil: Ihr Lächeln hilft auch bei schwierigen Situationen.

Penzberg – Jana Klingenberg ist eine Frau, die auch mit den übelsten Kerlen umgehen kann. Denn wenn die 20-Jährige lacht, strahlt sie regelrecht. Dieses herzliche, offene Wesen ist ansteckend – und bei ihrer Arbeit als Bedienung im Zelt auf dem Penzberger Volksfest von Vorteil. Wenn sie ein Gast, der zu tief ins Glas geschaut hat, dumm anmache, würde sie einfach lachen und weitergehen. Auch vor Rangeleien unter Besuchern – sollte es sie denn geben – hat sie keine Angst. „Es ist ja Security da. Und außerdem habe ich ein Jahr in der Psychiatrie gearbeitet während meines Freiwilligen Sozialen Jahres. Ich weiß, wie man deeskaliert“, so die junge Frau, die im Kochler Ortsteil Ried zuhause ist. Probleme mit Gästen hatte Klingenberg auf dem Volksfest noch keine, im Gegenteil: „Man bekommt viele Komplimente.“ Sie arbeitet hier zum ersten Mal als Servicekraft. Bald fängt ihr Studium an und für den Umzug nach Würzburg möchte sie sich etwas Geld verdienen. Leicht verdient ist das nicht, aber die Arbeit mache ihr richtig Spaß.

An jedem der zehn Festtage ist die 20-Jährige im Schichtbetrieb im Zelt. An manchen Tagen aber auch von 11 bis 24 Uhr. Gearbeitet werde in Zweierteams, die die Gäste mit Speis und Trank versorgen. Der Kundenkontakt macht ihr Spaß. „Und wenn die Leute merken, dass man sich um sie kümmert, sind sie auch megafreundlich.“ Auch dann, wenn ihr, der Service-Anfängerin, mal Fehler passieren und sie einen Schweinebraten statt des Hendls liefert. Im Vorfeld des Volksfestes musste die 20-Jährige in einer Technikschulung lernen, wie man möglichst viele Maßkrüge auf einmal trägt. „Ich schaffe jetzt sieben bis acht Maßkrüge“, sagt sie. Und die Erfahrung als Servicekraft könne man im Leben immer brauchen.

Franziska Seliger

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