Ein Kettenkarussell wie hier auf dem Weilheimer Volksfest 2019 könnte auch bei der Penzberger Volksfest-Alternative auf der Berghalde aufgebaut werden.
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Ein Kettenkarussell wie hier auf dem Weilheimer Volksfest 2019 könnte auch bei der Penzberger Volksfest-Alternative auf der Berghalde aufgebaut werden.

Anfang September auf der Berghalde

Volksfest in Penzberg: Auch heuer nicht? Stadt favorisiert kleinere Alternative

  • Franziska Seliger
    VonFranziska Seliger
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In Penzberg wird es wegen der Corona-Pandemie womöglich auch in diesem Jahr kein Volksfest geben – zumindest kein reguläres. Ganz auf den Sommerspaß verzichten sollen Groß und Klein aber nicht müssen. Die Stadt favorisiert für Anfang September auf der Berghalde eine kleinere Alternativ-Veranstaltung.

Penzberg – Bei der Stadt hatte man schon Anfang des Jahres damit gerechnet, dass es wegen der Corona-Lage auch in diesem Jahr kein reguläres Volksfest mit großem Bierzelt und den verschiedensten Fahrgeschäften wird geben können. Anfang März hatte sich der Stadtrat zwar dafür ausgesprochen, einen Vertrag mit Festwirt Christian Fahrenschon für ein Volksfest 2021 abzuschließen. Doch schon damals war ungewiss, wie groß die Chancen sein würden, dass es angesichts der Pandemie tatsächlich stattfinden kann. Eine Vereinbarung mit dem Festwirt, gegebenenfalls eine kleinere Variante zu veranstalten, gab es im Vertrag nicht. Damit wollte sich der Stadtrat erst bei Bedarf befassen (wir berichteten).

Und genau das hat das Gremium nun in seiner Juli-Sitzung nicht-öffentlich getan, wie Thomas Sendl vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Stadt auf Nachfrage mitteilt. In dieser Sitzung habe das Gremium sein Einverständnis für eine Ersatzveranstaltung gegeben, so Sendl. Denn man glaube nicht, dass ein reguläres Volksfest in diesem Sommer genehmigt werden würde.

Vorbild könnte der „Sommer Dahoam“ in Vaterstetten sein

Unter dem Ersatz schwebt den Verantwortlichen bei der Stadt eine Veranstaltung vor, wie sie unter anderem bereits Ende Juni in Vaterstetten stattgefunden hatte. Unter dem Motto „Sommer Dahoam“ hatte Festwirt Fahrenschon hier einen teilweise überdachten Biergarten aufgebaut, in dem es traditionelle Wiesnschmankerl wie Steckerlfisch oder Hendl zu kaufen gab. „So etwas kann man sich in Penzberg vorstellen“, sagte Sendl. Soweit er wisse, sei diese Alternativ-Veranstaltung, die beispielsweise auch schon in Bad Aibling stattgefunden habe, recht erfolgreich gewesen.

Zusätzlich zu dem Biergarten kann sich die Stadt laut Sendl einen „kleinen Vergnügungspark“ vorstellen. Dort werde zwar vermutlich kein Autoscooter aufgebaut – denn darin würden die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Denkbar wäre aber zum Beispiel ein Kettenkarussell, sagt Sendl und betont: „Von unserer Seite ist alles in trockenen Tüchern.“ Nun sei es am Festwirt, beim Landratsamt als der zuständigen Genehmigungsbehörde den Penzberger „Sommer Dahoam“ zu beantragen. Ob Fahrenschon das bereits getan hat, konnte Sendl nicht sagen. Der Festwirt selbst war am Dienstag telefonisch nicht erreichbar.

Statt Zelt: Biergarten mit Abstand

Wichtig sei, so Sendl, dass im Biergarten auf die Einhaltung der Hygieneregeln geachtet werde. Deshalb müssten die Tische beispielsweise mit größerem Abstand zueinander als üblich aufgebaut werden. Da Musik nur eingeschränkt erlaubt sei, werde es außerdem nur Blasmusik als musikalische Umrahmung geben.

Ob das Landratsamt die Veranstaltung genehmigen wird, konnte Sendl noch nicht sagen. Auch welche Corona-Regeln während der Festtage gelten werden, könne man jetzt noch nicht abschätzen. Derzeit geht Sendl davon aus, dass Besucher des Biergartens zwar keinen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Eine Voranmeldung werde aber möglicherweise schon notwendig sein. Stattfinden soll der Penzberger „Sommer Dahoam“ „aller Voraussicht nach“ ab Freitag, 3. September, so Sendl. Dauern soll er bis 12. September.

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