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Penzberger Volksfestwirt versucht es noch einmal mit Biergarten und Freizeitpark

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Von: Wolfgang Schörner

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In Vaterstetten im Landkreis Ebersberg hatte Volksfestwirt Fahrenschon im Juli sein Ersatz-Volksfest unter Corona-Bedingungen durchführen dürfen.
In Vaterstetten hatte Volksfestwirt Fahrenschon im Juli sein Ersatz-Volksfest unter Corona-Bedingungen durchführen dürfen. © Stefan Rossmann/MM-Archiv

Volksfestwirt Christian Fahrenschon versucht es in Penzberg mit einem erneuten Anlauf für ein Alternativ-Volksfest unter Corona-Bedingungen. Er hat bei der Stadt einen zweiten Antrag für einen Biergarten mit Freizeiteinrichtungen eingereicht: eine kleinere Variante als beim ersten Versuch. Das erste Konzept hatte der Stadtrat im Juli abgelehnt.

Penzberg – Das erste Konzept von Christian Fahrenschon für ein Ersatz-Volksfest auf der Penzberger Berghalde hatte der Stadtrat im Juli einstimmig abgelehnt. Damals ging es um einen Biergarten mit 1000 Sitzplätzen und einen Freizeitpark für 750 Besucher, doppelt eingezäunt und mit Einlasskontrolle, und das alles zwei Wochen lang, um die Besucherströme zu entzerren, wie es in dem Konzept hieß.

Nun hat Christian Fahrenschon einen neuen Antrag eingereicht für einen Biergarten mit Freizeiteinrichtungen auf den rund 12 000 Quadratmetern, die er auf der Berghalde nutzen kann. Der Antrag steht auf der Tagesordnung für die Feriensitzung des Penzberger Stadtrats am kommenden Dienstag, 25. August, ab 18.15 Uhr in der Stadthalle.

Volksfestwirt hat „alles um die Hälfte reduziert“

„Ich habe alles um die Hälfte reduziert“, sagte der Volksfestwirt am Donnerstag auf Anfrage der Heimatzeitung. Die neue Größenordnung sei für ihn wirtschaftlich noch tragbar. Der Biergarten soll ihm zufolge rund 500 Plätze haben. Wobei er ohnehin nicht glaubt, dass alle Plätze gleichzeitig mit Besuchern besetzt sein werden. Auf die Frage nach den „Freizeiteinrichtungen“ sagte Fahrenschon, dass man sich dies wie in München beim „Sommer in der Stadt“ vorstellen kann. Es sollen „verschiedene Schaustellergeschäfte weit von einander entfernt“ stehen. Manche Schausteller, die früher in Penzberg waren, hätten allerdings mittlerweile pleite gemacht oder seien vorzeitig in Rente gegangen, so Festwirt Fahrenschon.

Volksfest-Ersatz mit Biergarten ab Mitte September?

Mit dem neuen Konzept sei er auf die Wünsche der Stadt eingegangen, erklärt er. Die Kommunikation sei zwar „immer noch schwach“, er habe die Punkte aber der Stadtratsdiskussion im Juli entnommen. Er hofft, dass er das Konzept so reduziert hat, dass der Stadtrat nun zustimmen kann. Auch in Geretsried gebe es „vielleicht noch eine Lösung“, sagt Fahrenschon. Die Stadt Geretsried hatten den „Waldsommer“, wo er ebenfalls Festwirt ist, Anfang August abgesagt.

Stattfinden könnte das Penzberger Alternativ-Volksfest aus seiner Sicht im September. Wichtig ist ihm jetzt aber erst einmal, dass die Stadt „den Willen zeigt, mich zu unterstützen und mit mir zusammenarbeiten zu wollen“. Nicht so wie in der Juli-Sitzung, als sein Konzept „mit einem Wisch ohne Kompromisse“ abgelehnt worden sei. Eigentlich, sagt Fahrenschon, habe es immer eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt gegeben – seine Familie veranstaltet das Penzberger Volksfest seit 45 Jahren. „Mit mir kann man immer reden, man muss aber auch mit mir reden wollen“, sagt er.

Stadt und Landratsamt prüfen: Entscheidung fällt im Stadtrat

Im Penzberger Rathaus gab es am Donnerstag eine interne Besprechung. Dritter Bürgermeister Hardi Lenk, der derzeit die Amtsgeschäfte führt, ließ schriftlich mitteilen, dass der Antrag seitens der Stadt und des Landratsamts geprüft werde. Der Stadtrat werde am Dienstag öffentlich darüber befinden. Als möglichen Zeitraum für den Biergarten samt Freizeitpark nennt die Stadt den 18. September bis 4. Oktober.

Über die angekündigte rechtliche Prüfung der Absagen in Penzberg, Geretsried und Murnau wollte Fahrenschon am Donnerstag nichts sagen. Nur so viel, dass er für Penzberg keinen Eilantrag ans Verwaltungsgericht gestellt hat. Er erklärte nur, es sei mittlerweile gerichtlich festgelegt, dass temporäre mit ortsfesten Biergärten gleichzustellen seien.

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