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Von der A95 auf die Staatsstraße: Trend geht zu Ampeln statt Kreisel

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Von: Wolfgang Schörner

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Von der A95 auf die Staatsstraße: Das Staatliche Bauamt hatte ursprünglich Kreisel auf beiden Seiten der Autobahnbrücke geplant. © Wolfgang Schörner

An der Staatsstraße zwischen Penzberg und Iffeldorf wird aller Voraussicht nach doch kein Kreisverkehr gebaut. Das Staatliche Bauamt Weilheim favorisiert nun Ampelanlagen auf den beiden Seiten der Autobahn-Brücke, um lange Staus zu verhindern und die Aus- und Abfahrten sicherer zu machen.

Penzberg/Iffeldorf – Vor etwa vier Jahren hatten Planungen begonnen, um Kreisverkehre an der Staatsstraße Penzberg-Iffeldorf auf beiden Seiten der Autobahn-Brücke zu errichten. Schon vor einem Jahr traten jedoch Zweifel auf, ob das Vorhaben tatsächlich realisiert werden kann. Wie es nun auf Nachfrage beim Staatlichen Bauamt hieß, wird es auf der Iffeldorfer Seite wegen Grunderwerbsproblemen nichts mit einem Kreisverkehr. Damit sind auch die Kreisel-Pläne auf der Penzberger Seite gestorben. Jetzt könnte es zu Ampelanlagen auf beiden Seiten kommen.

„Entweder macht man auf beiden Seiten Kreisverkehre oder auf beiden Seiten Ampeln“, erklärte dazu Andreas Lenker, der beim Staatlichen Bauamt für den Landkreis Weilheim-Schongau zuständig ist. Bei einem Kreisel fließe der Verkehr kontinuierlich, bei einer Ampel stoßweise – Kreisel und Ampel in so kurzem Abstand würden sich nicht vertragen. Deshalb das „Entweder-Oder“.

Bevor die Ampel-Pläne allerdings konkreter werden, will das Staatliche Bauamt noch eine

Verkehrsuntersuchung auswerten und diskutieren. Sie soll demnächst auf dem Tisch liegen. In diese Untersuchung wurde laut Lenker der Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße in Penzberg aufgenommen, von dem die Straße in den Industriepark Nonnenwald abzweigt. Dort bilden sich zu den Stoßzeiten Rückstaus, die teilweise bis zur Autobahnbrücke zurückreichen. „Wir wollen ermitteln, warum der Abfluss zu Roche nicht zügig geht“, sagt Lenker. Womöglich müsse an diesem Kreisel etwas geändert werden. Zumindest sollen die Situation an der Stelle und die Folgen in die Gesamtbetrachtung einfließen.

Der Verkehr an den Autobahn-Abfahrten könnten seinen Worten nach beidseits der Brücke vielleicht mit Ampeln geregelt werden. Die Anlagen noch in diesem Jahr aufzustellen, würde ihm zufolge kein Problem darstellen. Sollte bei der Verkehrsuntersuchung allerdings herauskommen, dass Ampeln nicht funktionieren, „muss man sich wieder etwas Neues überlegen“. Das könnte dann doch wieder die alte Kreisel-Idee sein. Im Zweifelsfall, so Lenker, müsste ein Planfeststellungsverfahren für den Kreisverkehr auf der Iffeldorfer Seite auf den Weg gebracht werden – doch so ein Verfahren kann Jahre dauern und ist oft mit gerichtlichen Auseinandersetzungen verbunden.

Festhalten will das Staatliche Bauamt jedenfalls an dem Ziel, die Situation bei den Zu- und Abfahrten der Autobahn zu verbessern. Momentan ist es oft ein Geduldspiel für Autofahrer, nach links auf die Staatsstraße abzubiegen. Im Berufsverkehr bilden sich immer wieder Rückstaus bis auf die Autobahn. „Das ist natürlich der Supergau, wenn sich der Verkehr auf der rechten Autobahnspur staut“, sagt Lenker. Ein zweiter Grund, weshalb über Veränderungen nachgedacht wird, sind die Unfälle. Laut den Zahlen von 2015 bis 2017 ist die Anschlussstelle ihm zufolge ein Unfallschwerpunkt. Auch für Radler sei es „derzeit keine gute Situation“. Sie müssen die Zu- und Abfahrten auf der Staatsstraße zwischen den Autos queren. Mit einer Ampel, so Lenker, wäre es sicherer.

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