Mit Warnbaken ist hier der künftige Gehwegstreifen an der Straße „Wölfl“ abgesteckt. Die Resonanz der dortigen Anwohner auf die Engstellen ist positiv. Foto: wos
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Mit Warnbaken ist hier der künftige Gehwegstreifen an der Straße „Wölfl“ abgesteckt. Die Resonanz der dortigen Anwohner auf die Engstellen ist positiv.

Bichler Straße und Wölfl

Warnbaken-Engstellen in Penzberg: Testlauf verlängert

  • VonWolfgang Schörner
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Seit Frühling stehen an der Bichler Straße und in Wölfl zahlreiche Warnbaken auf der Fahrbahn – als provisorische Engstellen. Der Testlauf für die Verkehrsberuhigung brachte zwar erste Erkenntnisse, wird aber an beiden Straßen verlängert. An der Bichler Straße war wegen der Sperrung der Karlstraße kein abschließendes Urteil möglich.

Penzberg – Dutzende rot-weißer Warnbaken stehen seit vielen Wochen an der Bichler Straße und an der Straße „Wölfl“, um die Autofahrer auf den beiden Strecken auszubremsen. Sie sind Teil eines Tests für eine künftige Verkehrsberuhigung, die der Stadtrat im Januar beschlossen hatte – als Alternative zu einem Tempo-30-Limit, das Anwohner ursprünglich gefordert hatten. Die Warnbaken sollen nach der ersten Testphase durch mobile Hochborde ersetzt werden. Wenn ein Beschluss fällt, die Engstellen dauerhaft zu belassen, soll es richtige Hochborde mit Graniteinfassung geben. Eine Bilanz der ersten Testwochen legte vor kurzem Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann vor. Er sei dafür in ständigen Kontakt mit den Anwohnern, sagte er. Ihm zufolge gab es viele positive Rückmeldungen, allerdings auch Probleme mit dem Stop-and-go-Verkehr.

Urteil für Bichler Straße fällt schwer - weil sie lange Umleitungsstrecke war

Für die Bichler Straße fällt ein Urteil allerdings schwer. Der Grund ist, dass die Karlstraße monatelang gesperrt war und der Verkehr an der Bichler Straße stark zunahm. Holzmann erklärte deshalb, dort und in „Wölfl“ den Testlauf mit den Warnbaken bis mindestens Mitte September fortzusetzen. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde sogar eine Fortsetzung bis Oktober empfohlen. Was für Holzmann kein Problem darstellt. Ihm sei nur wichtig, sagte er, dass es vor dem Winter zu den Veränderungen kommt, sprich die mobilen Hochborde installiert werden.

Warnbaken-Testlauf auf beiden Strecken noch mindestens bis Mitte September

An der Bichler Straße wurde auf Anregung von Anwohnern eine Engstelle nahe der südlichen Ausfahrt der Straße „Am Schachthügel“ wieder entfernt. Sie habe zwar zu einer Temporeduzierung geführt. Durch häufiges Stoppen und Anfahren der Fahrzeuge gab es aber auch eine „untragbare zusätzliche Lärmbelästigung“ für die direkten Nachbarn – so ließ es sich Holzmann von den Anwohnern erklären. Außerdem wurde durch anhaltende Autos die Sicht beim Abbiegen aus der Straße „Am Schachthügel“ behindert. Holzmann schlug vor, für diese Stelle alternativ eine Querungshilfe in der Straßenmitte zu planen. Ähnlich lautete die Bilanz der Anwohner für die einseitige Engstelle kurz vor der Bahnhofstraße: Sie reduziert das Tempo, sorgt aber für mehr Lärm. Für die weiteren Engstellen erhielt Holzmann positive Rückmeldungen, insbesondere für die Verengung auf Höhe der Gustavstraße – dort soll im Herbst eine Fußgängerampel installiert werden. Die Anwohner regten zudem an, das an der Bichler Straße stellenweise verhängte Parkverbot stärker zu kontrollieren. Und sie wiesen in ihrer Stellungnahme daraufhin: Sollte der Test – „weiche Maßnahmen“ statt Tempo 30 – keinen Erfolg haben, müsse die Situation neu beurteilt werden.

Wölfl: Meist positive Rückmeldungen der Anwohner

Eine Zwischenbilanz legte Holzmann ebenso für die Straße „Wölfl“ vor, wo zusätzlich ein künftiger Gehweg provisorisch mit Warnbaken abgegrenzt wurde. Die Rückmeldungen seien grundsätzlich positiv, erklärte er. Der Verkehr verlangsame sich an den Engstellen. Wobei ängstliche Autofahrer wegen der Höhe der Baken bei Gegenverkehr lieber anhalten, obwohl die Fahrbahnbreite ausreichend sei. „Mit mobilen Randsteinen wird das besser“, so der Ordnungsamtsleiter. Dann wird der Verkehr seiner Ansicht nach langsam, aber flüssig laufen. Er erfuhr ebenso, dass die Engstellen positiv zur Verkehrssicherheit der Radfahrer beitragen würden. Beschwerden wegen mehr Lärm und Abgasen durch Stop-and-go-Verkehr gab es ihm zufolge nur an einer Engstelle – dort seien die Warnbaken entfernt worden.

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