An einem Strang ziehen: Geschäftsführer Thomas Lippmann (r.) und sein künftiger Vize Claus Rauschmeier (l.).
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An einem Strang ziehen: Geschäftsführer Thomas Lippmann (r.) und sein künftiger Vize Claus Rauschmeier (l.).

Neuer Vize für Geschäftsführer

Wechsel zur Konkurrenz: Penzberger Klinik-Chef geht zur Krankenhaus-GmbH des Landkreises

  • vonWolfgang Schörner
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Der Penzberger Klinik-Chef Claus Rauschmeier wechselt zur Konkurrenz. Er wird Stellvertreter von Thomas Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus-GmbH im Landkreis Weilheim-Schongau. Das gaben beide am Dienstag bekannt.

Landkreis/Penzberg: Rauschmeier soll seine neue Stelle als Vize-Geschäftsführer und Prokurist spätestens am 1. Juli antreten, vielleicht auch schon Mitte April, falls sich die Klinik-Gesellschaften einigen.

Vor einem Jahr wäre so ein Wechsel zur Konkurrenz noch schwer vorstellbar gewesen. Die Corona-Pandemie ließ die zwei Klinik-Gesellschaften im Landkreis jedoch zusammenrücken. So stellten es Lippmann und Rauschmeier am Dienstag dar. In der Pandemie sei bei der Zusammenarbeit die Landkreisebene entscheidend, nicht der Sitz der Gesellschafter (Penzberg gehört zu den Starnberger Kliniken). Das habe die Kontakte vertieft, hieß es. Ein Weg, der laut Lippmann als Lehre aus der Pandemie fortgesetzt werden sollte.

Rauschmeier: Robotik ist ein „mutiger, innovativer Schritt“

Er sprach auch von neuen Herausforderungen. Deshalb habe er sich entschlossen, dass sich sein bisheriger Vize Florian Diebel künftig als Abteilungsleiter Spezialaufgaben widmet: Digitalisierung, Ausbau des ambulanten Bereichs und Kooperation mit der Uniklinik Rechts der Isar.

Rauschmeier ist seit 2016 Geschäftsführer der Penzberger Klinik. Der 55-Jährige war Krankenpfleger auf Intensivstationen, bevor er Wirtschaftswissenschaften studierte. Zu seinen Beweggründen sagte der Peißenberger, ihn reize die Herausforderung, zu einem größeren Unternehmen zu wechseln. Die Klinik Penzberg hat 220 Mitarbeiter und 15 bis 16 Millionen Euro Jahresumsatz, die Landkreis-GmbH über 1200 Mitarbeiter und 70 Millionen Euro Jahresumsatz. Ihm imponiere ebenso die Nähe der Gesellschafter zu den Krankenhäusern und die kreative Mitarbeitergewinnung. Neugierig habe ihn auch die Robotik gemacht, ein „mutiger, innovativer Schritt“. Über das Penzberger Haus sagte er, es habe sich deutlich weiterentwickelt und stabilisiert. Es müsse sich keine Sorgen machen. Er hätte den Wechsel auch nicht mitgemacht, wenn es hieße, „dass wir Penzberg jetzt platt machen“.

Die Starnberger Kliniken teilten am Dienstag auf Nachfrage mit, dass sie die Suche nach einem geeigneten Nachfolger in die Wege leiten werden. Barbara Huber übernehme kommissarisch die Geschäftsführung am Penzberger Krankenhaus. Sie ist seit Januar 2018 Prokuristin in Penzberg. Außerdem ist sie Referentin der Geschäftsführung der Starnberger Kliniken.

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