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Der Vorstand des KJR mit (v.l.) Jonanna Otto, Stefan Osterrieder, Dominikus Zöpf, Sonja Merkle, Tobias Raphael, Andreas Nebel und Sebastian Esser. 

Verspätete Frühjahrsvollversammlung in Penzberg

Weilheim-Schongau: Neuwahl bei KJR nimmt kuriosen Verlauf 

Schwierigkeiten bei der Wahl seiner Vorsitzenden hat der Kreisjugendring (KJR) Weilheim-Schongau gehabt. Die Abstimmung war erst im zweiten Anlauf gültig – und brachte im Gegensatz zum ersten Durchgang einen Führungswechsel mit sich.

Penzberg – Etwas ungewöhnlich verlief die Wahl der Vorsitzenden in der verspäteten Frühjahrsvollversammlung, zu der 54 Delegierte des KJR geladen waren und 34 am Donnerstagabend in die Penzberger Stadthalle gekommen waren. Der Wahlvorstand erklärte die Abstimmung für ungültig und die Wiederholung – mit gleichem Stimmenverhältnis – für gültig.

Für den Vorsitz gab es zwei Kandidaten. Die bisherige Vorsitzende Katrin Jungmeier (Jugendrotkreuz) hatte bereits am Ende ihres Vorstandsberichts erklärt: „Ich trete auf jeden Fall noch mal an.“ Im Falle einer Wiederwahl werde sie ihre Erfahrung in diesem Amt nutzen, um den KJR weiter zu entwickeln. Sie war zwei Jahre Beisitzerin, vier Jahre stellvertretende Vorsitzende und sechs Jahre Vorsitzende.

Zudem wurde Sonja Merkle (Zirkus „Schweinsgalopp“) vorgeschlagen, die die Kandidatur akzeptierte. Die Rottenbucherin ist Erzieherin und schließt gerade ihr Studium der sozialen Arbeit in Kempten mit einer Bachelor-Arbeit ab. Sie will unter anderem mehr dezentrale Angebote für Kinder und Jugendliche im Landkreis bieten.

Nachdem eine der 34 stimmberechtigten Personen vorzeitig die Versammlung verlassen hatte, blieben 33 zur Stimmabgabe bei der Wahl. Es wurden 33 Stimmzettel ausgegeben, eingesammelt und ausgewertet. Erst nachdem das Ergebnis mit 17 Stimmen für Jungmeier und 16 Stimmen für Merkle ermittelt und verkündet worden war, gab der Wahlvorstand bekannt, dass die Wahl keine Entscheidung geliefert habe, da keine der beiden Kandidatinnen mehr als die Hälfte der 34 Stimmen bekommen habe. Dass nur 33 Stimmen abgegeben worden seien, sei zwar bekannt gewesen, aber nicht festgestellt worden. Es müsse also erneut gewählt werden.

Dann fiel das Ergebnis anders herum aus: Merkle erhielt 17 Stimmen, Jungmeier 16. Der Wahlvorstand ließ das Ergebnis gelten, da er inzwischen festgestellt habe, dass nur 33 Stimmen abgegeben worden sind, 17 Stimmen also mehr als die Hälfte seien.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde mit 20 von 33 Stimmen der verbandsfreie Andreas Nebel gewählt. Zu Beisitzern wurden Sebastian Esser (Evangelische Jugend), Dominikus Zöpf (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), Tobias Raphael (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder), Stefan Osterrieder (Bayrische Sportjugend) und Jonanna Otto (Jugendrotkreuz) bestimmt. In einer gemeinsamen Abstimmung wurden die drei Kandidaten Albert Schencking, Fabiola Müller und Daniel Kracke zu Rechnungsprüfern gewählt. Ebenfalls in einer gemeinsamen Abstimmung erfolgte die Berufung von Katrin Jungmeier, Simon Wonczak, Thomas Bieringer und Markus Kresser als „besondere Persönlichkeiten“.

Als nächste Veranstaltungen plant der KJR ein Webinar zum Thema „Digitale Räume in der Jugendarbeit“ und eine Fortbildung zu Rechtsfragen. Auch das Festival „HAmmer Sound“ wird vorbereitet. Es soll allerdings erst wieder im Sommer 2021 stattfinden.

Alfred Schubert

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