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Wellenbad in Penzberg.

Wellenbad: Kling reagiert auf Fehler-Vorwürfe

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Der Streit um das Wellenbad geht weiter. Schwimmvereinschef Wolfgang Kling, Initiator des Bürgerbehrens, hat auf die Vorwürfe der Stadtwerke reagiert.

Penzberg - Schwimmvereinschef Wolfgang Kling hat die Vorwürfe der Stadtwerke als „Aktionismus“ zurückgewiesen. Er teile die Auffassung des Stadtwerke-Vorstands Josef Vilgertshofer „ganz und gar nicht“, antwortete Kling in einer Mitteilung. Er warf seinerseits den Stadtwerken und der Stadt vor, ihre Vorstellungen „mit Gewalt, List und Finesse“ durchsetzen zu wollen.

Stadtwerke-Chef Vilgertshofer hatte, wie berichtet, den Initiatoren des Wellenbad-Bürgerbegehrens „gravierende Fehler“ in ihren Aussagen auf den Unterschriften-Listen vorgeworfen. Dabei hatte er unter anderem erklärt, dass selbst bei einer Teilsanierung eine Schließung des Bads von mindestens neun Monaten nötig wäre. Außerdem hatte er erklärt, dass dem Steuerzahler eine „abgespeckte Ertüchtigung“ langfristig teurer komme, weil sie eine Generalsanierung oder einen Neubau nur aufschiebe.

Wolfgang Kling dagegen beharrte in seiner Stellungnahme darauf, dass eine Sanierung für 2,5 Millionen Euro genügt. Damit werde „nicht nur alles repariert, sondern vieles verbessert“, so Kling, der dabei den Energieverbrauch nannte. Kling warf den Stadtwerken vor, bei ihren Aussagen über den Zustand des Wellenbads zu übertreiben. Er hält auch daran fest, dass der Badebetrieb beibehalten und die Sanierung in den Wartungspausen erledigt werden könnte. Kling schränkte ein, dass die sommerliche Wartungspause, „wenn es mal zwicken sollte“, auf zwei bis drei Monate ausgeweitet werden könnte. Die Dachsanierung könnte seiner Ansicht nach während des Badebetriebs erledigt werden, die Fenster auf der Südseite wären in zwei Wochen ausgewechselt.

Kling zählte zudem Bäder wie in Oberammergau, Holzkirchen, Lenggries und Bad Tölz auf, die älter als das Penzberger Wellenbad sind. Sie seien alle in Betrieb, seien zum Teil saniert worden und würden laufend gewartet. In seiner Mitteilung ging Kling zudem auf die rund drei Millionen Euro Honorarkosten ein, die die 12 Millionen Euro Gesamtkosten beinhalten würden. Die Ingenieure und Architekten würden viel lieber dieses Honorar einstreichen, anstatt sich mit einem kleineren Umbau herumzuplagen, schreibt er. „Das ist doch klar und für mich sogar verständlich“. Für diese Honorare allein könne man „das ganze Bad fast auf einen Neuzustand“ ertüchtigen, so Kling. Bei der von ihm vorgeschlagenen Sanierung ließe sich auch auf die teure europaweite Ausschreibung respektive das teure VgV-Verfahren verzichten.

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