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Wellenbad in Penzberg.

Wellenbad: Abriss-Gegner halten an Klage fest

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Die Gegner eines Wellenbad-Abrisses in Penzberg halten an ihrer Klage fest. Sie ließen sich bei einem Gespräch im Rathaus nicht umstimmen.

Die Gegner eines Wellenbad-Abrisses in Penzberg wollen weiterhin vor Gericht den Beschluss einer Stadtratsmehrheit anfechten, die das Bürgerbegehren für unzulässig erklärt hatte. Das bestätigte Wolfgang Kling, der die Initiative gegen den Abriss und für eine Sanierung ins Leben gerufen hatte. Erfolglos blieb damit ein Versuch von Stadt und Stadtwerken, ihn bei einem Gespräch im Penzberger Rathaus umzustimmen. Sie ernteten ein kategorisches Nein.

Das interne Gespräch hatte vor wenigen Tagen stattgefunden. Im Rathaus trafen Wolfgang Kling und seine Mitstreiterin Verena Hawe auf Bürgermeisterin Elke Zehetner, Stadtwerke-Vorstand Josef Vilgertshofer und Stadtbaumeister Justus Klement. Die Hoffnung von Stadt und Stadtwerken war, dass sich die Initiative angesichts der neuen Hallenbad-Pläne mit Spaßrutsche und Sauna zu einer Rücknahme der Klage bewegen lässt, die sie beim Verwaltungsgericht München eingereicht hatte.

Empört über den Versuch zeigte sich Wolfgang Kling. „Frau Zehetner wollte, dass wir die Friedenspfeife rauchen“, berichtete der Vorsitzende der Schwimmgemeinschaft Oberland. Die Rücknahme des Bürgerbegehrens komme nicht in Frage. „Ich kann doch nicht mehr als 2000 Unterzeichner übergehen.“ Die Frage sei eine Anmaßung gewesen, zürnte er. Kling berichtete zugleich von einer Aussage, wonach das Wellenbad zugesperrt würde, falls sich statische Mängel ergeben würden. Das sei eine Drohung gewesen, so Kling. Seiner Ansicht nach speiste sich das Gesprächsangebot aus der Befürchtung der Stadt, dass die Initiative mit ihrer Klage Erfolg hat und das Bürgerbegehren gewinnt. Nichts hält Kling von den neuen Bad-Plänen. „Das ist heilloser Unsinn, nur um die Leute zu beruhigen“, sagte er. „Ich behaupte aufgrund der Erfahrungen, dass es doppelt so teuer wird, also 30 bis 40 Millionen Euro.“

Bürgermeisterin Zehetner erklärte auf Nachfrage, die Initiative zu dem Gespräch sei von ihr ausgegangen. Sie habe dies nach dem „Beifall in der Bürgerversammlung und der Jungbürgerversammlung“ zu den neuen Hallenbad-Plänen gemacht und weil die „Streitbaren nicht anwesend waren“. Sie habe Kling gefragt, „ob er die Klage zurücknimmt“, so Zehetner. Die Unterschriften seien gesammelt worden, als es noch um ein Sport- und Schulbad ging, erklärte sie. Mittlerweile habe man aber ein Bad mit Modulen erarbeitet, die Älteren und Jüngeren wichtig seien. „Wir wollten die Hand reichen. Wir sind mit besten Absichten in das Gespräch gegangen.“

Wie berichtet, hat Rechtsanwalt Markus Fürst im Juni für die Initiative die Klage eingereicht. Wann das Verwaltungsgericht entscheidet, ist offen. Noch gibt es keinen Termin. Eine andere Entscheidung soll am nächsten Dienstag im Stadtrat fallen: ob die Stadt für ein neues Hallenbad das Defizit trägt und zugleich einen Millionen-Zuschuss zahlt.

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