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Das Wellenbad in Penzberg beim Spaßtag.

Neuer Anlauf für Bürgerbegehren

Wellenbad: Abriss-Gegner sammeln wieder

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Die Gegner eines Wellenbad-Abrisses sammeln seit dem Wochenende wieder Unterschriften. Im zweiten Anlauf wollen sie nun einen Bürgerentscheid durchsetzen.

Penzberg – Detaillierter als beim ersten Anlauf sind die Erklärungen auf der Unterschriftenliste. Auch die Frage ist klar formuliert: „Sind Sie dafür, dass das bestehende Wellenbad Penzberg erhalten und saniert wird?“ Es ist eine Reaktion auf das Urteil des Verwaltungsgerichts, das die erste Version für zu unpräzise gehalten hat. Beim zweiten Anlauf ließ sich die Initiative von Rechtsanwalt Markus Fürst beraten, der sie bereits vor Gericht vertreten hatte.

Die Unterschriften-Sammlung habe begonnen, teilte gestern Initiator Wolfgang Kling mit, der auch Vorsitzender der Schwimmgemeinschaft Oberland ist. Am Samstag seien die Listen an Mitglieder verteilt worden. Man lege sie jetzt in Penzberger Geschäften aus.

Knapp 1200 Unterschriften braucht die Initiative, neun Prozent der Penzberger Wahlberechtigten. „Ich bin sehr optimistisch“, sagte Kling und verwies auf den ersten Anlauf. Im März 2017 hatte er im Rathaus rund 1850 Unterschriften überreicht, die innerhalb von vier Wochen gesammelt worden waren. Das Ziel sei nun, die Unterschriften in zwei bis drei Wochen beisammen zu haben, so Kling. Etliche Leute hätten sich gemeldet, die wieder unterschreiben wollen.

Auf der neuen Unterschriftenliste schreibt die Initiative, dass die Stadtverwaltung das Wellenbad abreißen und ein neues Bad für zuletzt geschätzte 17,4 Millionen Euro innerhalb einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren errichten will. Damit hält sie sich an Aussagen aus Stadtwerke-Sitzungen. Zum anderen greift die Initiative die Auffassung des Verwaltungsgerichts auf, dass die Stadt zuständig für das Wellenbad bleibt, obwohl sie es an die Stadtwerke übertragen hat. Im weiteren Text fordert die Initiative den Erhalt und die Sanierung. Das Bad sei „funktionstüchtig, betriebsbereit und standsicher“ und die Wasserqualität „sehr gut“. Nach ihrer Ansicht sind nur Dachhaut, Lüftung, Verglasung und Sanitäranlagen zu sanieren, was „nach fachkundigen Schätzungen unabhängiger Ingenieurbüros“ etwa drei Millionen Euro koste und schrittweise während der Wartepausen und im laufenden Betrieb geschehen könne. Andernfalls sieht die Initiative den Schulunterricht beeinträchtigt sowie Vereine und Sportgruppen „in ihrer Existenz bedroht“.

Bei den Stadtwerken heißt es dagegen, dass das Wellenbad nach 42 Jahren sein Nutzungsende erreicht, wenn nicht überschritten habe, und eine Sanierung wirtschaftlich keinen Sinn mache. Sie planen ein neues Hallenbad mit Spaßrutsche, Sauna, Sprungturm und zwei Becken.

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