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Bezogen gemeinsam Stellung: die Mitglieder des Penzberger Jugendparlaments.

Stellungnahme des Schüler-Gremiums

Hallenbad-Frage: Jetzt spricht das Jugendparlament 

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In der Frage nach der Zukunft des Penzberger Schwimmbades melden sich nun die Jugendlichen zu Wort. Sie wollen bei einem möglichen Neubau mehr Attraktionen. 

Penzberg – Kein Warmwasserbecken, keine Rutsche und kein Wellenbetrieb – so lauten die derzeitigen Pläne der Penzberger Stadtwerke für ein mögliches neues Schwimmbad. Stadtwerke-Vorsitzender Josef Vilgertshofer und Bürgermeisterin Elke Zehetner werden nicht müde, zu betonen, dass sie in ihrem Bauvorhaben ein „Sport- und Familienbad“ einem „Spaß-Bad“ ganz klar vorziehen. Kostengründe und fehlende Rentabilität führen sie als Hauptargumente an. Ein Weg, der den Mitgliedern des Jugendparlaments offenbar widerstrebt. In einer offiziellen Stellungnahme sprechen sie sich für ein Bad „mit mehr Attraktionen für Kinder und Jugendliche“ aus.

Für diese Altersgruppe würden in der aktuellen Planung, die das Schwimmbad auf ein Sportbecken mit Ein- und Drei-Meter-Turm, einem Kursbecken und einem Babybecken reduziert, nach Ansicht der Jungparlamentarier wichtige Anziehungspunkte fehlen. Die Sprungtürme allein reichen nicht aus, um junge Leute in das neue Bad zu locken, heißt es im Schreiben des Gremiums. Dies hätte auch für die Betreiber negative Folgen. Denn: „Die Einnahmen, speziell aus dieser Zielgruppe, fallen so nahezu komplett weg.“

Bereits in einer JuPa-Sitzung vor wenigen Wochen hatte Vorsitzender Lukas Nommensen betont, dass es nach derzeitigem Informationsstand für Jugendliche „eigentlich keinen Grund“ gebe, in das neue Hallenbad zu gehen (wir berichteten). Eine Schwimmfigur, auf der man klettern kann, ein Strudelbecken nach Vorbild des Lenggrieser Schwimmbades sowie Palmen, um das Ambiente zu verschönern, fielen damals als Verbesserungsvorschläge. In ihrem Schreiben an die Stadt konzentrieren sich Nommensen und Co. nun auf zwei Aspekte: den Bau eines Warmwasserbeckens sowie einer oder mehrerer Rutschen. „Wir raten dringend dazu, diese Möglichkeiten erneut in Betracht zu ziehen.“ Besonders die Rutschen sehen sie als elementar an. „Wir würden Ihnen diese wärmstens ans Herz legen, da sie in der heutigen Zeit die Besuchermagnete Nummer eins sind.“

Bürgermeisterin Zehetner will sich am Donnerstag, 23. März, im Rahmen einer Verwaltungsratssitzung der Stadtwerke zu dem Schreiben des Jugendparlaments äußern. Sie versichert auf Nachfrage jedoch, dass die Anliegen der Jugendlichen eine Rolle in den weiteren Überlegungen spielen werden. „Natürlich nimmt man so eine Stellungnahme sehr ernst. Die jungen Leute sind uns schließlich nicht weniger wert wie die Erwachsenen aus Penzberg.“ Die Rathauschefin möchte bei der Sitzung des Kommunalunternehmens zudem klären, wie es mit dem von Schwimmvereinschef Wolfgang Kling initiierten Bürgerbegehren weitergeht.

Die Mitglieder des Jugendparlaments betonen bei ihrer Argumentation, es sei ihnen wichtig, dass sie sich über die finanzielle Situation „vollkommen im Klaren“ seien. „Wir beachten diesbezüglich alle wichtigen Punkte.“ Die Schüler hoffen darauf, dass mehr Attraktionen, die Betriebs- und Installationskosten „zumindest größtenteils ausgleichen können“. Damit der Name „Sport- und Familienbad“ am Ende auch tatsächlich gerechtfertigt sei.

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