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Ganz schön groß: Das neue Penzberg-Schild für die Autobahn. Montageleiter Frank Ruoff hat die zwei Exemplare an der A 95 aufgestellt.

Hinweis auf Museum Penzberg

Stadt-Werbung an der A95

Die Stadt Penzberg hat eigene Werbeschilder an der A 95. Sie stehen kurz vor den Anschlussstellen und machen Werbung für das örtliche Museum. Das Rathaus erhofft sich davon noch mehr Besucher.

Penzberg – Die zwei2,5 Meter mal 3,6 Meter große Tafeln weisen im Bereich der Anschlussstelle Penzberg/Iffeldorf in beiden Fahrtrichtungen auf das „Museum Penzberg – Sammlung Campendonk“ hin. Die braunen Schilder, im Amtsdeutsch sperrig „Touristische Unterrichtungstafeln“ genannt, weisen bundesweit an den Autobahnen auf Sehenswürdigkeiten hin. Penzberg reiht sich zwischen München und Garmisch-Partenkirchen in eine Reihe von der Abtei Schäftlarn, der Flößerstadt Wolfratshausen, dem Bernrieder Buchheim-Museum, dem Walchensee-Kraftwerk und dem Tölzer Land ein.

Mit dem Aufstellen durch den Weilheimer Verkehrszeichen-Hersteller „Bremicker“ endete die mehr als einjährige Wartezeit. Bereits im Juni 2016 war im Bauausschuss die Idee angeregt worden, auf das soeben eröffnete, umgebaute städtische Museum hinzuweisen. Die Stadt fühlte bei der Autobahndirektion Südbayern vor, diese gab schließlich ihr OK.

Auf dem Schild ist stilisiert die markante Silhouette des neuen Museums an der Karlstraße dargestellt: der weiß gestrichene Altbau und der Neubau in Klinkerbauweise sowie die gläserne Verbindung der Zwillingsbauten. Beide Schilder sind aus Aluminium und laut Hersteller mit einer weißen Spezialfolie beklebt, auf die die optische Botschaft mittels Tintenstrahldrucker in rund einer Viertelstunde Arbeitszeit aufgebracht wurde. Hierbei kamen besondere Tinten zum Einsatz, die eine mindestens zehnjährige Lichtbeständigkeit garantieren sollen.

Im Rathaus ist man dementsprechend zufrieden mit der Penzberger Autobahn-Präsenz. „Das ist eine effektive Werbung“, sagt Thomas Sendl vom Bereich „Kultur und Tourismus“. Er nennt es auch „eine Aufwertung unserer Museumsarbeit“. Generell sei ein derart exponierter Hinweis auf die Stadt wichtig, weil Penzberg kein großer touristischer Standort sei. Und überhaupt: „So ein Schild bekommt nicht jeder hingestellt“, sagt Sendl. Dafür muss die Kommune aber die Kosten tragen. Sendl gibt diese mit rund 10 000 Euro an.

Das erste Schild dieser Art wurde 1984 an der A 8 bei Stuttgart aufgestellt: Es zeigt die Burg Teck. Seitdem boomt die Aktion entlang der deutschen Autobahnen. Genau geregelt in den „Richtlinien für die touristische Beschilderung“ – neben der Größe und dem braunen Aussehen gibt es auch Vorgaben für die Bedeutung des beworbenen Orts. Denn der muss ausreichend besucht werden, um ein extra Schild zu rechtfertigen. Gäste kann das „Museum Penzberg“ in durchaus respektabler Zahl vorweisen: Im ersten Jahr seit der Eröffnung im Juni 2016 wurden knapp über 24 000 Besucher gezählt. Die Stadt hatte vorsichtig mit 15 000 Besuchern in den ersten zwölf Monaten gerechnet. Das einstige Stadtmuseum war für 3,076 Millionen Euro umgebaut und erweitert worden. Es beherbergt eine der größten Sammlungen des Blaue-Reiter-Malers Heinrich Campendonk sowie Exponate zur Stadtgeschichte und bietet wechselnde Sonderausstellungen an.

Andreas Baar

Emanuel Gronau

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