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Mehrere Zentimeter dick lag der Hagel am Montagabend auf Penzbergs Straßen.

Wetterphänomen

Nur im Zentrum von Penzberg hagelte es

Penzberg – Hagelkörner bedeckten am Montagabend mehrere Zentimeter hoch die Straßen in der Penzberger Innenstadt. Andere Ortsteile waren nicht betroffen. Wetterbeobachter Stefan Schwarzer erklärt das Phänomen.

Plötzlich wurde es winterlich in der Penzberger Innenstadt: Innerhalb kürzester Zeit sammelte sich eine mehrere Zentimeter dicke Hagelschicht auf den Straßen und Gehwegen an. Der Winterdienst musste räumen, die Feuerwehr, die selbst von einem Blitzeinschlag im Gerätehaus betroffen war, pumpte fünf Keller aus. Nur ein paar hundert Meter weiter in anderen Penzberger Ortsteilen war dagegen von Hagel keine Spur.

"Dabei handelt es sich um Gewitterzellen, die lokal nebeneinander entstehen. Diese können nur wenige Kilometer groß sein. Wenn es nun aus einer dieser Wolken hagelt, trifft es nur einen kleinen Teil", erklärt Wetterbeobachter Stefan Schwarzer (41) vom Meteorologischen Observatorium auf dem Hohen Peißenberg. Dabei könne je nach Höhe und Breite der Wolke eine unterschiedlich hohe Menge an Hagel auf die Erde fallen. Dabei treffe es besonders häufig Gebiete in der Nähe von Bergen und Seen.

Bilder: Hagel in Penzberg

Bilder: Hagel in Penzberg

Bilder: Hagel in Penzberg

Warum es ausgerechnet Penzberg vom starken Hagel betroffen war, kann sich Schwarzer nicht erklären. "Das ist Zufall", sagt er. Und auch vorhersagen ließe sich Hagel nur über einen kurzen Zeitraum. "Unser Wetterradar erfasst solche Wolken recht früh. Doch eine Vorhersage über längere Zeit im Voraus zu treffen ist schwer", so Schwarzer.

Immerhin gab es keine Unfälle. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, blieben die Straßen trotz des starken Hagels unfallfrei.

(Das Interview mit Stefan Schwarzer in der Mittwochsausgabe)

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